Allein 1400 Arbeitsplätze in Bayern betroffen

Automobilzulieferer Dr. Schneider ist neuestes Opfer der Insolvenzwelle

Die Pleitewelle geht unvermindert weiter. Jetzt muss das 1927 gegründete Traditionsunternehmen Dr. Schneider aus Bayern Insolvenz anmelden.

Deutschlands Deinsdustriealisierung schreitet voran. Die Pleitewelle geht unvermindert weiter. Jüngstes Beispiel ist der Automobilzulieferer Dr. Schneider [siehe Berichte »n-tv«, »Berliner Zeitung«]. Allein in Bayern sind rund 1400 Arbeitsplätze betroffen. Weltweit beschäftigt das 1927 gegründete Traditionsunternehmen rund 4000 Mitarbeiter. Als Grund wird vornehmlich Kapitalmangel angegeben.

Von der aktuellen Insolvenzwelle betroffen sind Konzerne, Industrien, Mittelständler und auch Handwerksbetriebe. So wird in Nordrhein-Westfalen eine Insolvenzwelle im Handwerk erwartet, weil die Energiekosten zu stark ansteigen und nicht mehr gestemmt werden können [siehe Bericht »RP-Online«].

Ein zusätzliches Problem zur Inflation und Energiekrise ist, dass viele Betriebe und Unternehmen immer noch durch die Corona-Lockdowns angeschlagen sind und die weltweiten Lieferketten nach der Coronakrise sich immer noch nicht normalisiert haben. Wir erleben eine Kernschmelze der Globalisierung und den Beginn der Deindustrialisierung Deutschlands.

Sven von Storch

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