Modellrechnung sieht Hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland bedroht

360.000 Jobs könnten in der Autoindustrie wegfallen

Nach einer Studie im Auftrag des Umweltverbandes BUND sind rund 360.000 Arbeitsplätze in der Automobilbranche und Zuliefererindustrie durch den Wandel in der Branche gefährdet.

Bisher war man noch von einem geringeren Stellenabbau ausgegangen. So errechnete das Frauenhofer-Institut eine Prognose, nach der circa 125.000 Stellen in der Automobilindustrie bis 2030 abgebaut werden. Doch nach Berichten des »Spiegel« hat im Auftrag des Umweltverbandes BUND der Pforzheimer Wirtschaftsprofessor Rudi Kurz eine neue Studie und Prognose erarbeitet. Nach dieser sollen bis zu 360.000 Stellen gefährdet sein.

Zum Stellenabbau würden nach dieser Studie neue Produktionsformen sowie öffentliche Verkehrsmittel und neue Mobilitätsdienste beitragen. Doch die größte Gefahr für die Arbeitsplätze sei die Umstellung vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor. Allein dies könnte 150.000 Menschen den Arbeitsplatz kosten.

Die Automobilindustrie ist Deutschlands wichtigster Industriezweig und eine der letzten Branchen, in der Deutschland noch technologisch führend ist. An der Automobilindustrie hängt auch ein breites Netzwerk aus Zuliefererbetrieben. Zusammen bilden sie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Sven von Storch

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