Marco Rubio betont: Regimewechsel kein offizielles Kriegsziel

US-Außenminister Rubio: Khamenei wurde nicht von den Amerikanern getötet

Die USA haben weder Ali Khamenei direkt angegriffen noch einen Machtwechsel als Kriegsziel angestrebt, betonte US-Außenminister Marco Rubio im Gespräch mit dem Kongress-Abgeordneten Mike Turner. Ziel der Amerikaner sei es, die iranische militärische Infrastruktur zu bekämpfen, um die Bedrohung abzuwenden.

Marco Rubio


Inmitten der anhaltenden militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran hat US-Außenminister Marco Rubio klargestellt, dass die Vereinigten Staaten weder den iranischen Revolutionsführer Ajatollah Ali Khamenei direkt angegriffen noch einen Machtwechsel in Teheran beabsichtigt hätten. 

Die Aussage wurde am Sonntag vom republikanischen Kongressabgeordneten Mike Turner im US-Fernsehsender CBS zitiert.

Abgeordneter Mike Turner gibt Rubios Worte wieder: USA wollen lediglich Irans Militär schwächen, um Bedrohung abzuwenden

In der Sendung "Face the Nation" vom 1. März 2026 berichtete der Abgeordnete aus Ohio von einem Gespräch mit Rubio.

Dieser habe ihm "sehr klar" mitgeteilt, "dass wir Khamenei nicht gezielt haben und die Führung im Iran nicht ins Visier genommen haben“. Turner unterstrich: "Es ist sehr wichtig, dass die USA keinen Regimewechsel anstreben."

Die USA hätten sich auf die Bekämpfung militärischer Infrastruktur konzentriert, um eine "unmittelbare Bedrohung" abzuwenden, wie es Präsident Donald Trump in seiner Ankündigung der Operationen formuliert hatte.

Khamenei tot – aber wer drückte den Abzug?

Ajatollah Ali Khamenei war am Samstag bei gemeinsamen US-israelischen Luftangriffen getötet worden, wie iranische Staatsmedien und israelische Stellen bestätigten. Präsident Trump hatte den Tod des 86-Jährigen auf Truth Social triumphierend verkündet und die Iraner zum Umsturz aufgerufen. Er sprach von einer "historischen Chance", dass das iranische Volk die Kontrolle über sein Land zurückerobere. 

Trotz dieser Rhetorik beharrt die US-Regierung nun darauf, dass israelische Kräfte den entscheidenden Schlag gegen die Führungsebene ausgeführt hätten – nicht amerikanische.

Widersprüche in der offiziellen Linie

Die Unterscheidung sorgt für Diskussionen. Während Trump "Regime-Change"-ähnliche Töne anschlug und von einer "Rache" für vergangene Bedrohungen sprach, betonen Rubio und Turner eine begrenzte Mission gegen nukleare und ballistische Programme. 

Kritiker sehen darin politische Spitzfindigkeit: Die USA hätten durch Geheimdienstinformationen (CIA-Tracking über Monate) und massive Unterstützung Israels den Angriff ermöglicht. Demokratische Senatoren wie Mark Warner warfen der Administration vor, keine klare Strategie für die Zeit nach Khamenei zu haben.

Der Iran schlägt zurück

Im Iran begann eine 40-tägige Staatstrauer. Teheran startete Vergeltungsschläge, darunter Raketenangriffe auf Ziele im Golf. Die Führung kündigte an, binnen weniger Tage einen neuen Obersten Führer zu bestimmen. Experten warnen vor einer längeren Eskalation, die Ölpreise in die Höhe treiben und die Region weiter destabilisieren könnte.

Die US-Regierung plant weitere Briefings für den Kongress, darunter mit Rubio und CIA-Direktor John Ratcliffe. Ob die offizielle Distanzierung zu Khameneis Tod die innenpolitische Debatte über Kriegsvollmachten beruhigt, bleibt abzuwarten.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

02.03.2026 | 12:48

... „Die USA haben weder Ali Khamenei direkt angegriffen noch einen Machtwechsel als Kriegsziel angestrebt, betonte US-Außenminister Marco Rubio im Gespräch mit dem Kongress-Abgeordneten Mike Turner. Ziel der Amerikaner sei es, die iranische militärische Infrastruktur zu bekämpfen, um die Bedrohung abzuwenden.“ ... 

Also waren https://www.deutschlandfunk.de/wer-war-chamenei-100.html & Co. nur Kollateralschäden ganz aus Versehen???????

Else Schrammen

02.03.2026 | 14:22

Natürlich sind die islamistischen "Revolutionsgarden" eine Terrororganisation, und die muss - zumindest in Deutschland - verboten werden. Wir können nur hoffen, dass die jetzt nicht alle als "Flüchtlinge" in Deutschland "Schutz suchen".  Da aber nun das teuflische Dreigestirn Ali Chamenei, die ihm unterstellten Führer der Streitkräfte und der "Revolutionsgarden" hin und weg ist, kann man für das iranische Volk nur hoffen. Inwieweit das hilft, muss allerdings bezweifelt werden, wenn man die zehtausende Iraner sieht, die um ihren Ali trauern. Eine Frage noch: Hat unser aller Bundes-Uhu, Alis Busenfreund, schon ein Beileidskärtchen geschickt?

Johannes

08.03.2026 | 18:21

In reply to by Else Schrammen

Antworten

Versuch einer Antwort:

Richtig, Frau Schrammen! Ergänzend muss gefragt werden, warum die "Weltgemeinschaft" die Despoten im Iran nicht schon längst geächtet hat, wo doch dort ständig von "Völkerrecht",  "Menschenrechten" und "Demokratie" geredet wird.

Seit 1979  konnten die iranischen Despoten in aller Öffentlichkeit die völlige Auslöschung Israels von der Landkarte als Ziel verkünden, ohne dass etwa der Sozialist und Generalsekretär der UN Gueterres oder die übrigen islamischen Staaten Einspruch erhoben hätten. Die Doktrin des Koran  schreibt zwar den unerbittlichen Kampf gegen alle "Ungläubigen", alle Nichtmoslems, vor, "bis alles an Allah glaubt" (u.a. Sure 8:39). Das kleine Israel, so klein wie Hessen, gilt dabei als Hauptfeind der iranischen Despotie und danach erst die Christen ganz allgemein, wie die blutigen Verfolgungen u.a. auch jetzt in Nigeria zeigen.

Die immer wieder geforderte Durchsetzung des "Völkerrechts" und der "Menschenrechte", von wirklicher Demokratie ganz zu schweigen, bleibt so lange eine Worthülse, wenn nicht auch in vielen Unrechtsstaaten zumindest die persönliche Freiheit und das Recht auf Leben durchgesetzt wird - also die Grundrechte, wie sie in den Artikeln 1-7 unseres Grundgesetzes festgelegt sind.

Es ist also zu fragen, ob die wenig homogene Weltgemeinschaft eingreifen kann, wenn Regierungen dagegen verstoßen. Oder ob einzelne Staaten aufgrund dieser Uneinigkeit in den UNO eingreifen dürfen?

Im Falle der Befreiung Deutschlands vom nationalen Sozialismus ist m.E. der Krieg der Alliierten unter Führung der Amerikaner (und Russen), der so viele Opfer forderte, ein "gerechter Krieg" gewesen. Persönlich bin ich als Berliner (West) den Amerikanern dafür noch immer von Herzen dankbar! Dass der internationale Sozialismus u.a. in Russland, in China und anderen Teilen dieser Welt dann ebenfalls Milliarden Menschen  mit Gewalt und Unfreiheit überzog, soll hier nicht erörtert werden.

Kann es hier jemals einen Durchbruch geben? Aus menschlicher Sicht offenbar nicht.

In der Bibel gibt es aber eine Antwort auf diese existenzielle Frage: Schon am Anfang der Bibel finden wir die Feststellung, dass das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens von Jugend auf böse ist (1. Mose 8,22). Aber viele Male finden wir dort auch, dass GOTT seine Geschöpfe lieb hat und dass ER mit ihnen verbunden sein will, trotz aller Schuldhaftigkeit, die uns von IHM trennt. Dafür hat ER uns einige wenige Weisungen gegeben, die zu einem erfüllten Leben in Frieden und Freiheit führen können und uns trotz unserer trennenden Sündhaftigkeit mit IHM versöhnen wollen. Dieses erlösende Wort finden wir in Johannes 3,16: So sehr hat GOTT die Welt geliebt dass ER seinen eingeborenen Sohn (JESUS) dahin gab, damit alle, die an ihn glauben (ihm vertrauen), nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. JESUS hat also unsere Schuld am Kreuz auf sich genommen, um uns durch sein stellvertretendes Opfer mit GOTT zu versöhnen. 

Ach, jetzt fürchten sich die Amerikaner wohl vor den Vergeltungsschlägen des Iran .... Da hätten sie halt vor ihrer neuerlichen unsäglichen "Regime-Change"-Aktion drüber nachdenken sollen. Denn der Iran ist ein anderes Kaliber als es Libyen, der Irak, Afghanistan und Syrien waren.

Gestern wurde uns noch von den Qualitätsmedien die Tötung als "globale Demokratie", mit gezieltem Einsatz vom CIA und dem Mossad, und Glanzleistung verkauft. Heute wird nun berichtet, dass es ein rein zufälliges Geschehen war?

Zunächst sprach man von Verhandlungen und dann...! 

Müssen wir uns nun auf eine Völkerwanderung, in unser soziales Leistungssystem, gefasst machen? Die Bevölkerungsdichte bei uns ist mittlerweile die dichteste von Europa und die Aggressionen nehmen im erheblichen Maße zu. Ist vielleicht von den Sozialisten zur Machtergreifung im Planungsansatz vorgesehen, muss aber bei der nächsten Wahl nicht hingenommen werden. 

"Es ist sehr wichtig, dass die USA keinen Regimewechsel anstreben."
 

Was aber mit Sicherheit Donald Trump gerne sehen würde:
"Präsident Trump hatte den Tod des 86-Jährigen auf Truth Social triumphierend verkündet und die Iraner zum Umsturz aufgerufen. Er sprach von einer "historischen Chance", dass das iranische Volk die Kontrolle über sein Land zurückerobere." 
 

Ich denke dass eine Mehrheit der iranischen Bevölkerung eine andere Herrschaftsform möchte, wo der Islam zwar eine Rolle spielt, aber nicht so eine totalitäre Herrschaft wie unter den Ajatollahs. Diese islamischen Theokraten haben doch ihre totalitäre Herrschaft mittels Indoktrination und Gewalt durchgesetzt. Gleichwohl dürfte in der iranischen Bevölkerung nach wie vor aber auch eine große antiwestliche Stimmung vorhanden sein, so wie es bereits 1979 der Fall war, als es zur islamischen Revolution kam.

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