Japan schließt tausende Schulen und Kindergärten

Weltweite Maßnahmen gegen das Coroanvirus

In vielen Regionen Japans wurde das Kirschblütenfest abgesagt. Tausende Schulen und Kindergärten bleiben für viele Wochen geschlossen. In Saudi-Arabien wurden die Pilgerreisen nach Mekka unterbrochen. In der Schweiz sind Versammlungen von mehr als 1.000 Personen verboten. In Südkorea ist die höchste Alarmstufe ausgerufen worden.

Japan greift hart durch: In vielen Regionen Japans wurde das traditionelle Kirschblütenfest abgesagt, eines der schönsten und populärsten Feste in Japan. In vielen Regionen Japans bleiben die Schulen und Kindergärten für mehrere Wochen geschlossen. Die Kinder haben sozusagen Corona-Ferien.

In Saudi-Arabien wurden die Pilgerreisen nach Mekka und Medina unterbrochen. Das Land hat die Einreisekontrollen verschärft, besonders für Staaten, in den das Coronavirus (2019-nCoV bzw. SARS-CoV-2) verbreitet ist. Wenn sich die Pandemie weltweit ausweitet, könnte die Haddsch, die große Pilgerfahrt von Millionen Muslimen nach Mekka und Medina, dieses Jahr komplett ausfallen.

In der Schweiz sind Versammlungen von mehr als 1.000 Personen verboten. Damit reagieren die Schweizer Behörden auf den Anstieg der Infektionen in dem Alpenland. Dort sind mindestens 21 Fälle festgestellt.

In Italien ist dieses Jahr nicht nur der Karneval in Venedig ausgefallen. Viele Städte Norditaliens gleichen mittlerweile regelrechten Geisterstädten. Die Bewohner wurden aufgerufen, möglichst viel in den eigenen Wohnungen zu bleiben. Unzählige Großveranstaltungen und Sportereignisse wurden abgesagt. Die USA raten ihren Bürgen vor Reisen nach Italien ab.

In Berlin wurde die große Touristikmesse ITB komplett abgesagt. Es wären tausende Gäste aus Asien und Italien erwartet worden. Dieses Risiko wollte man nicht eingehen. Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Unternehmen ihre Teilnahme abgesagt.

Auch in Frankreich ist das Coronavirus angekommen. Dort sind jetzt Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmer behördlich untersagt. Der große Pariser Halbmarathon, an dem mehr als 40.000 Teilnehmer erwartet wurden, wurde abgesagt. Und die internationale Pariser Landwirtschaftsmesse musste vorzeitig schließen. Auch der Pariser Louvre ist geschlossen worden.

Besonders schnell verbreitet sich das Coronavirus in Südkorea. Von einer christlichen Gemeinde aus sind viele Südkoreaner infiziert worden. Über 3.500 Fälle sind bereits registriert. Die südkoreanische Regierung hat derweil die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Regierung teilte mit, alle möglichen Maßnahmen umzusetzen, um die Verbreitung des Virus aufzuhalten.

China ist nach wie vor am stärksten betroffen. Die Maßnahmen in den dortigen Städten übertreffen alles, was jemals gegen eine Krankheitsverbreitung getan wurde. In vielen Städten der Provinz Hubei wurden sogar die Straßen desinfiziert. Eine gute Nachricht hat China zu vermelden: Es gibt zwar weiterhin täglich neue Fälle, doch die Zahl der Neuinfektionen nimmt von Tag zu Tag ab. Der exponentielle Kurvenverlauf ist gebrochen.

Sven von Storch

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