Immer weniger Corona-Neuinfizierte

Südkorea kriegt die Kurve

Südkorea ist auf dem besten Wege, die Krise zu überstehen. Umfangreiche Tests in der Bevölkerung und die schnelle Reaktion der Regierung haben dafür gesorgt, dass das Land mit der anfangs schwierigen Situation fertig wird.

Am Anfang sah es bitter für Südkorea aus: Gemeindemitglieder einer christlichen Sekte hatten sich in Wuhan angesteckt und dann bei einer religiösen Großveranstaltung in Südkorea für massive Verbreitung gesorgt. Die Fallzahl stieg schnell nach oben. Südkorea war eine Zeit lang hinter China das am stärksten von COVID-19 betroffene Land.

Doch Südkorea ist sauber und gut organisiert. Es gibt keinen Mangel an Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln. Seit dem SARS-Ausbruch 2003 ist man gut vorbereitet. Die Regierung hat schnell gehandelt und ein Notprogramm verordnet. Die Bevölkerung hat diszipliniert reagiert. Außerdem verfügt Südkorea über eine gute medizinische und technische Infrastruktur. Per Handy wurde die Bevölkerung gewarnt und mit Anweisungen versorgt. Kontaktpersonen von Infizierten wurden aktiv und schnell ausfindig gemacht.

Vor allem aber gab es massenhaft Tests. Von Schnelltests am Drive-In bis zu medizinischen Untersuchungen: Zügig wurden große Teile der Bevölkerung auf eine mögliche Infektion mit SARS-CoV-2 untersucht und betroffene Personen rechtzeitig isoliert. So konnten die Infektionsketten gebrochen werden.

Aktuell gibt es in Südkorea knapp über 9.000 Infizierte bei circa 120 Toten. Mehr als 3.500 COVID-10-Erkrankte sind wieder genesen.


Über die weitere Verbreitung der Virusinfektion nach offiziellen Zahlen wird live auf einer speziellen Webseite der Johns-Hopkins-University berichtet.

Sven von Storch

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