Das Medienverhalten junger Menschen in Deutschland hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Während das klassische Fernsehen immer weniger Beachtung findet, dominieren Internet und Streaming-Dienste die Freizeitgestaltung von Jugendlichen. Ein Blick auf aktuelle Trends zeigt, wie stark sich die Medienlandschaft verändert hat.
Rückgang des linearen Fernsehens
Das lineare Fernsehen verliert bei der jungen Generation deutlich an Relevanz. Nur noch 48 Prozent der 14- bis 29-Jährigen schauen regelmäßig klassisches Fernsehen, während es bei den über 70-Jährigen 87 Prozent sind. Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 13 Jahren verbringen laut Studien von 2023 durchschnittlich etwa 31 Minuten pro Tag vor dem Fernseher. Für ältere Jugendliche (12 bis 19 Jahre) liegt die tägliche Fernsehzeit bei etwa einer Stunde, wobei der Trend klar weg vom traditionellen TV geht.
Streaming statt Sender
Stattdessen boomen Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video oder YouTube. 84 Prozent der 16- bis 29-Jährigen schauen mindestens einmal pro Woche Videos auf solchen Plattformen, besonders abends zwischen 20 und 23 Uhr. In 44 Prozent der Haushalte mit Kindern gibt es mindestens ein Streaming-Abo. Dieser Wandel zeigt, dass Jugendliche flexibles, on-demand verfügbares Entertainment bevorzugen.
Internet dominiert die Medienzeit
Die Internetnutzung hat bei Jugendlichen ein neues Niveau erreicht. Im Jahr 2024 verbrachten 12- bis 19-Jährige täglich etwa 3,4 Stunden online, manche Studien sprechen sogar von bis zu 9 Stunden pro Tag. Smartphones sind dabei das zentrale Medium: 88 Prozent der 10- bis 18-Jährigen nutzen sie für Musik-Streaming, 87 Prozent für Videos. Soziale Medien wie TikTok, Instagram und YouTube stehen im Fokus, wobei 50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen diese Plattformen regelmäßig für Nachrichten nutzen.Herausforderungen durch exzessive NutzungDer intensive Medienkonsum birgt auch Risiken. Studien zeigen, dass 11 Prozent der Jugendlichen Anzeichen einer problematischen Nutzung sozialer Medien aufweisen, etwa 4,7 Prozent gelten sogar als süchtig. Die hohe Online-Zeit, die während der Corona-Pandemie auf fast 3,5 Stunden pro Tag unter der Woche stieg, verdeutlicht die wachsende Bedeutung digitaler Medien – aber auch die Notwendigkeit, den Konsum kritisch zu reflektieren.
Ein neues Medienzeitalter
Also: Wer braucht noch ARD & ZDF? Die Jugendlichen in Deutschland wenden sich vom traditionellen Fernsehen ab und verbringen immer mehr Zeit im Internet, vor allem mit Streaming und sozialen Medien. Während der Fernsehkonsum auf 30 bis 60 Minuten pro Tag gesunken ist, liegt die Internetnutzung bei mehreren Stunden täglich.
Wer braucht noch ARD und ZDF?
Jugend in Deutschland_ Abschied vom Fernsehen
Heutzutage sitzen vor allem Senioren vor dem Fernseher. Junge Menschen sind lieber im Internet unterwegs und informieren sich unabhängig. Wie lässt sich da der ARD-ZDF-GEZ-Zwangs-Rundfunkbeitrag noch rechtfertigen?
Quelle
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.


Add new comment