Die AfD-Fraktion stellt ihren Antrag "Private Altersvorsorge modernisieren – ETF-Sparplan für die Rente ermöglichen" (BT-Drs. 21/2830) vor.
Damit soll es den Bürgern ermöglicht werden, das ETF-Sparen zertifiziert als einfache, transparente und renditestarke Form der Altersvorsorge zu nutzen, ohne den bisher üblichen "Versicherungsmantel" und dessen Kosten. Damit legt die AfD-Fraktion den ersten und einzigen Vorschlag zur Reform der sogenannten dritten Säule der privaten Altersvorsorge vor.
"Das Rentensystem steht unter Druck"
Dazu erklärt die rentenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Ulrike Schielke-Ziesing:
"Das Rentensystem steht unter Druck. Jeder weiß das, aber es passiert nichts. Die Regierung flüchtet sich ein ums andere Mal in Kommissionen und wolkige Versprechungen statt die Ärmel hochzukrempeln.
Wir freuen uns deshalb sehr, nach unserem Junior-Spardepot nun auch den nächsten Antrag vorzustellen, der zeigt, wie es geht. Hier mit einem ETF-Sparplan für die Rente als zertifiziertes Altersvorsorge-Depot:
Jeder weiß, dass sich das Riester- und Rürupmodell schon bald nach der Einführung als Fehlschlag erwiesen hat. Was man den Menschen als Möglichkeit zur Vermögensbildung verkauft hatte, war letztlich nur ein Programm zur Bereicherung von Versicherungskonzernen, intransparent, renditeschwach und teuer.
Dabei liegt die Lösung doch auf der Hand: Wir wollen den Bürgern ein regelmäßiges Sparen in regulierte ETFs und Fonds ermöglichen, deren Beiträge als Vorsorgeaufwendungen nach § 10 EStG absetzbar sind. Während der Laufzeit gilt eine Verwendungssperre bis zum Rentenalter. Die Wertzuwächse in der Ansparphase sind steuerfrei, die Besteuerung erfolgt nachgelagert in der Auszahlungsphase.
Im Gegensatz zu anderen Modellen kommt ein solcher ETF-Sparplan auch ohne gesonderte Zulagen aus. Die Anreize ergeben sich aus transparenter Rendite, niedrigen Kosten und der nachgelagerten Besteuerung statt aus Subventionen."
Union unfähig zur Rentenreform
"Mich wundert ehrlich gesagt, dass gerade die Jungen, zum Beispiel aus der Union, die sich jetzt zu Recht über das Versagen der Rentenpolitik aufregen, nicht selbst auf eine sinnvolle Reform der privaten Altersvorsorge drängen, gegebenenfalls auch mit eigenen Vorschlägen. Besteht doch gerade in der langfristigen Vermögensbildung mit hohem Renditehebel die Chance auf eine ausreichende Rente im Alter.
So sind wir als AfD-Fraktion – mal wieder – die ersten und einzigen, die nicht nur klagen, sondern auch konstruktive Vorschläge einbringen."


Kommentare
Wenn man auf dem Rücken der…
Wenn man auf dem Rücken der Rentner, ohne die es gar keine BRD gäbe. Ohne die die Jungen gar nicht in Saus und Braus leben könnten, das Rentensystem ändern will, wird Deutschland noch weiter in den Sumpf rutschen, weil die dann so wählen, dass das nicht mehr so ist.
Ich erinnere mal daran, dass…
Ich erinnere mal daran, dass die Rentnergeneration nicht für ausreichend Nachwuchs gesorgt hat, damit eine umlagefinanzierte Rente funktionieren könnte.
.Vielleicht sollte man die Auszahlung von der Anzahl der Nachkommen abhängig machen.
Keine Nachkommen - halbe Rente, 1 Nachkomme - 3/4 Rente, 2 Nachkommen - volle Rente, 3 Nachkonmen - 1 1/4 Rente.usw.
Alles klar. Menschen sollen…
Alles klar. Menschen sollen also verpflichtet werden, für das System Nachkommen zu zeugen oder was ? Man zeugt Kinder aus Liebe und wenn sich einfach niemand zum lieben findet oder wenn man zeugungsunfähig ist, was dann ? Dann hat man eben Pech gehabt oder ?
früüüher
@ Ich bins Light, 19. November 2025, 19:41
Ja früüüher war das so, dass Kinderlosigkeit aus jenen Gründen auch ein regelrechtes Unglück darstellte - und dementsprechend Ehelosigkeit auch und erst recht !
Deshalb gab es damals, früüüher, so lustige Brauchtümer wie, wenn man bis 30 noch nicht “unter die Haube“ gekommen ist, musste man (als Mann !) damals die Rathaustreppen fegen, oder sowas.
Ich habe deshalb schon mal an anderer Stelle vorgeschlagen, dass die Arbeitsagenturen u. Jobcenter auch Lebenspartnervermittlungen auf Heterobasis in ihr Vermittlungsportfolio mit aufnehmen sollten - ruhig auch mit üblichen "Anreizen" ! 😁
Es geht um die…
Es geht um die Rentenansprüche, nicht ums System. Niemand ist verpflichtet eine auskömmliche Rente zu beziehen.
Wenn ich aber durch meine RV-Beiträge nur die halbe Verpflichung dessen erfülle, was zur Aufrechterhaltung des Umlageverfahrens notwendig ist, kann ich auch nur die halbe Leistung beanspruchen.
Und nicht von den Kindern anderer verlangen, dass sie mich finanzieren, nachdem deren Eltern auch Ausbildung und Studium finanziert haben.
Wer sich gegen Kinder entschieden hat, muss eben selbst vorsorgen.
Das hätten Sie aber vor…
Das hätten Sie aber vor mindestens 50 Jahren sagen müssen und nicht jetzt. Da war das Elend nicht absehbar. Und die Wohlstandsminderung, die für weniger Kinder sorgte, kam auch langsam auf. So konnten es sich viele finanziell nicht leisten oder hatten - aus welchen Gründen - keine Gelegenheit dazu. Die damaligen Zusagen müssen eingehalten werden. 955 Mrd. Euro wurden in den letzten Jahrzehnten zweckwidrig aus den Rentenkassen gestohlen. Zurück damit, dann gibt es kein Problem mehr. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Beitragssätze ständig erhöht und die Leistungen ständig vermindert. Immer schön dran denken. Auch das gehört zur Ehrlichkeit.
Ja ja, die Mär, es hätten nur mehr Kinder sein müssen.
Diese Mär es hätten einfach nur mehr Kinder geboren werden müssen, ist einfach nicht aus der Welt zu bekommen. zeigt aber sehr schön, wie es um die Bildung in Deutschland bestellt ist.
Hallo Aufwachen. Wir haben über 6 Millionen Arbeitslose und X Millionen im Bürgergeld Und warum? Richtig, weil nicht genug an Arbeit, gerade gut bezahlter Arbeit vorhanden ist und es zurzeit auch noch immer wenige an Arbeit wird (Energiepreis, CO² Steuer, etc. treibt die Industrie aus dem Land). Wie hoch wäre wohl die Arbeitslosen. und Bürgergeldzahlen, wenn alle so Kinder bekommen hätten, wie sich die Anhängerschaft dieser Mär sich das so vorgestellt haben?
Damit diese Milchmädchenrechnung auch nur Ansatzweise funktionieren könnte, müsste jedes Kind einer entsprechend bezahlten Arbeit nachgehen. Was, angesichts der Arbeitslosenzahlen, eine Utopie ist und bleibt, je mehr Kinder, desto mehr Bewerber auf die wenigen noch freien Stellen. Gänzlich zur Farce wird das Ganze, wenn die Kinder auf Bürgergeld machen oder auswandern.
Daher hätte ich da folgende Rechnung: keine Nachkommen - volle Rente, 1 Nachkomme in Bürgergeld/Ausgewandert - 3/4 Rente, 2 Nachkommen in Bürgergeld/Ausgewandert - 1/2 Rente usw..
Wer meint Kinder bekommen zu müssen, damit die Rente gesichert ist, der hat die Kontrolle über sein Leben bereits vor langer zeit verloren. Kinder sind einzig und allen notwendig, damit der Staat nicht ausstirbt. Die Rente kann über Kapital gedecktes Sparen, mit staatlich garantierten Zinsen, wo jeder nur für sich selbst einzahlt/anspart, realisiert werden. Und so hätte man es schon seit nun mehr 68 Jahren, durch eine entsprechende Reform, entsprechend realisieren müssen.
Rembrandt ?
ETF-Sparplan ?
ET ?
Nach Hause telefonieren ?? 🤣
Rembrandt ?
Noch besser wäre der…
Noch besser wäre der Vorschlag ohne die "nachgelagerte Besteuerung"!
Ein ähnliches System hat sich insbesondere in Norwegen seit Jahrzehnten bewährt.
Aber man muß auch hier davon ausgehen, daß Vorschläge der AfD - und seien sie noch so vernünftig und sinnvoll - "rechtspopulistisch", "antidemokratisch", wenn nicht gar "rechtsradikal" und deshalb abzulehnen sind.
Wolodja21La@web.de
Es gibt bessere Rentensysteme in Österreich, der Schweiz oder in den Niederlanden. Die AfD sollte mal über den Rand schauen !
Wolodja21La@web.de
Die CDUCSU hofft auf die Unterstützung der LINKEN:
Überraschende Wende im Rentenstreit: Rettet die Linke Reichinnek wieder Merz?
Gefällt mir nicht...
Hauptnachteile von ETFs
Wichtige Nachteile von ETF-Sparplänen
1. Marktrisiko und Kursverluste: Wie bei allen Wertpapieren können die Kurse von ETFs schwanken. Wenn der Marktwert fällt, kann es zu Verlusten kommen. [Google]
Ich bin grundsätzlich dagegen, wenn erarbeite Renten durch Spekulationsmasse ergänzt/gestützt werden. Bisher konnte man während der Einzahlungszeiten in die Rente per Hochrechnung durch die BfA abschätzen, welchen Betrag man bei Renteneintritt (fiktiv) zu erwarten hätte, wenn man linear das Einkommen weiter denkt. Wenn aber eine Säule aus so einem vulnerablen Anteil besteht, hat man keine Sicherheit für einen Teilbetrag. Und, am Ende verdient noch einer mit daran. Auch stört mich die Besteuerung am Ende, denn grundsätzlich werden Arbeitseinkommen ja schon versteuert, warum die Rente nochmal, plus zusätzliche Steuer auf die Erlöse durch Kapitalanlagen?
Das ist fiskalischer Raub!
Wenn der Staat mit eigener Sicherheitsarchitektur für das Sozialsystem einen solchen Fond als Zusatz-Reserve anlegt, wäre nichts dagegen einzuwenden. Dann kann man auch Problemzeiten ausgleichen. Doch wir hätten diese Diskussion überhaupt nicht nötig. Denn, zur Problematik Demografie kommt noch hinzu, seit Jahren wurden Rentenüberschüsse geplündert, um andere Finanzierungen des Bundes auszugleichen. Kein Schwein redet mal darüber, wie viel seit 30 Jahren die Rentenkasse geplündert wurde.
Was die Plünderung der…
Was die Plünderung der Rentenkasse betrifft, hat wohl die Übernahme der DDR-Rentenverpflichtungen das meiste Geld gekostet - so unvermeidlich sie auch war.
Sehr vermeidlich wäre es allerdings gewesen, die Rentenverpflichtungen der Ukraine zu übernehmen - aber wahrscheinlich dient das der Sicherheit Europas ...
Ja, der Versicherungsmantel…
Ja, der Versicherungsmantel NERVT total und kostet in der Regel 10 Jahre wertvolle Renditezeit.
Die Idee ist absolut nachvollziehbar und vernünftig. Das würde funktionieren.
ABER...
die nächste Regierung braucht auch wieder Geld. Und wenn die ETF-Töpfe der Bürgen voll sind, dann weiß ich GANZ GENAU Wen sie abermals und schonwiederimmernochohneUnterlass plündern werden.
Es braucht DRINGEND unwiderrufliche Gesetze zum Schutz der BÜRGEN vor ihrer "eigenen" Regierung!
Fonds Rente in Deutschland nicht möglich
Der Unterschied zwischen Fonds und ETF s ist, dass ein ETF nicht gemanagt wird. Wenn in einem ETF ein Papier den Bach runtergeht, greift niemand ein. Wenn man Pecht hat, geht der ganze ETF den Bach runter. Bei einem Fonds kümmert sich ein Fondsmanager darum. Sieht er, dass es einer Firma schlecht geht oder ein Papier massive Verluste hat, tauscht er es gegen ein wenn möglich gleichwertiges aus.
In Schweden gibt es bereits eine Rente durch einen Staatsfonds.
https://www.ftd.de/finanzen/finanzcheck/aktienrente-schweden/
Selbst das Vorzeigeland Schweden kämpft mit Skandalen, Überforderung und der harten Realität der Börsenschwankungen.
Ich denke nicht, dass sowas in Deutschland möglich wäre. Schließlich ist das Geld im staatlichen Rententopf nicht zweckgebunden. Frau Merkel hat im letzten Amtsjahr 35 Milliarden rausgenommen und auch davor schon kräftig zugelangt. Herr Merz ebenfalls. Aktuell werden die Gesundsheitskosten für Asylanten, Migranten und die Facharbeiter daraus bezahlt, was auch nicht sein dürfte.
Millionen Arbeitnehmer in Deutschland haben über Jahre einbezahlt und hoffen auf eine auskömmliche Rente im Alter. Die Regierung sieht sich nicht dafür verantwortlich und gibt das Geld für Gott weiß was aus. Die Alten sollen immer länger arbeiten, die Jungen sitzen zuhause, da viele Betriebe nicht mehr ausbilden, gut ausgebildete deutsche Arbeitnehmer werden durch Migranten ersetzt, die nie auch nur einen Pfennig eingezahlt haben. So kann das nicht weitergehen.
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