Deutschland auf dem Weg in die Planwirtschaft

Prof. Sinn warnt: Deutschlands Wirtschaft wird von der EU-Bürokratie erdrückt

Notwendig seien tiefgreifende Reformen. Sinn fordert weniger Bürokratie und zentrale Planung aus Brüssel, dafür eine Rückkehr zum Subsidiaritätsprinzip und zu einer marktorientiertere Energie- und Industriepolitik.

Hans-Werner Sinn

[Siehe Interview der Schweizer Zeitung "Die Weltwoche" mit Prof. Dr. Hans-Werner Sinn HIER]

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Ansicht von Professor Hans-Werner Sinn in einer tiefen strukturellen Krise. Seit 2018 ist die Industrieproduktion um 15 Prozent zurückgegangen, in den Schlüsselbranchen Automobil- und Chemieindustrie sogar um 22 Prozent. 

Professor Sinn sieht die deutsche Wirtschaft von der Bürokratie überlastet

Die Probleme sind teils hausgemacht, teils extern bedingt: Der Ukraine-Krieg und der abrupte Wegfall günstiger russischer Energie- und Rohstofflieferungen haben die Kosten explodieren lassen, während gleichzeitig eine immer weiter wachsende Bürokratie – vor allem durch Brüsseler Vorgaben zu Sozial- und Umweltstandards in der gesamten Lieferkette nachzuweisen – die Unternehmen erdrückt. Die Zahl der erforderlichen Dokumente steigt exponentiell und wird für viele Firmen kaum noch bewältigbar.

Ideologische Klimapolitik schadet der deutschen Wirtschaft

Besonders kritisch sieht Sinn die Klimapolitik: Die EU-Ziele von Netto-Null bis 2050 (Deutschland sogar schon 2035) hält er für unrealistisch und nur durch massive Deindustrialisierung erreichbar. Er kritisiert starre Verbrennerverbote und den überstürzten Ausstieg aus fossilen Energieträgern und plädiert stattdessen dafür, Gas deutlich länger als Übergangstechnologie zu nutzen. Die derzeitige Energiepolitik gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, ohne dass verlässliche und bezahlbare Alternativen bereitstünden.

Gleichzeitig warnt Sinn vor den dramatischen Folgen der demografischen Entwicklung. Die extrem niedrige Geburtenrate und die alternde Gesellschaft bedrohen die Finanzierbarkeit von Renten- und Sozialsystemen. Er appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung, insbesondere an jüngere Generationen, mehr Kinder zu bekommen, und sieht hier eine zentrale Aufgabe, um den Generationenvertrag zu erhalten.

Deutschland befindet sich im wirtschaftlichen Niedergang

Insgesamt malt Sinn ein düsteres Bild: Deutschland stecke in einem langjährigen Abwärtstrend, eine schnelle Besserung sei nicht in Sicht. Notwendig seien tiefgreifende Reformen – weniger Bürokratie und zentrale Planung aus Brüssel, eine Rückkehr zum Subsidiaritätsprinzip, eine marktorientiertere Energie- und Industriepolitik sowie eine ehrliche Debatte über Demografie und Eigenverantwortung. Ohne diesen Kurswechsel drohe ein weiterer Verlust an Wohlstand und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Hoffnung setzt Sinn allenfalls in Branchen wie Medizintechnik und Chipproduktion.

Sven von Storch

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Comments

Es warnen alle. Aber wer packt an und gestaltet dieses Irrenhaus in eine Vernunftsgesellschaft? Dazu bedarf es einer fundamentalen Veränderung.

Es macht keinen Sinn mit mehr Kindern die Bevölkerungsdichte weiter zu erhöhen.

Herr Sinn outet sich damit als Unterstützer der schneeballsystemartigen Renteneinzahlererhöhung.

Es ist ja nicht nur die EU-Bürokratie sondern die insgesamt die über die EU ausgeübte Fremdherrschaft der globalistischen Deutschlandabschaffer. 

Und wenn Prof. Sinn an die jüngere Generation appelliert, mehr Kinder zu bekommen, sollte er auch erwähnen, warum sie sich das 3x überlegen.

Mehr oder minder spürt doch auch diese jüngere Generation, daß bei uns seit vielen Jahren gegen das Land regiert wird. Erwähnt seien nur Immigration, Bildungskatastrophe, Klimaschikanen, Verarmung durch böswillige Energiepolitik, Rüstungswahn, fremdbefohlene Unterstützung der Ukraine und Kriegstreiberei gegen Russland.

Ganz zu schweigen von den heuchlerischen Bemühungen der globalistisch beherrschten "Altparteien", die einzige Partei zu verbieten, die es noch wagt, sich für das Wohl unseres Landes einzusetzen ....

Was haben Sozialisten und Weihnachtsmärke gemeinsam?

Beide haben Beton vor ihrem Eingang!

Prof. Sinn, glauben sie wirklich, dass EU-Beton irgend eine Substanz von Intelligenz besitzt? Sie fordern eine zentrale Planung der EU? Was für ein fataler Fehler! EU-Beton einen Planungsauftrag zu erteilen, wäre das größte Übel das man sie je vorstellen könnte. Das sollte man den National-Staaten überlassen, die können es besser. Deutschland ist leider in dieser Hinsicht nicht besser als die EU!

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