Angebliche Hacker-Angriffe aus Russland

Zoff um Russlandpolitik_ Obama will Vergeltung, Trump will Deeskalation

Bei der Russlandpolitik zeigen sich die Unterschiede des scheidenden und des künftigen US-Präsidenten deutlich. Obama will harte Maßnahmen und Sanktionen gegen Russland. Trump will die Sache auf sich beruhen lassen.

Freie Welt

Dieser Regierungswechsel ist in der Tat nicht einfach. Während Donald Trump deutliche Signale der Entspannung nach Moskau sendet und einen freundlichen Ton mit Wladimir Putin anschlägt (siehe Berichte: Welt-Online/N24, Washington Post), versucht Barack Obama noch bis zum Schluss, den Druck auf Russland zu erhöhen und droht mit Vergeltung, Konsequenzen und Sanktionen (siehe Berichte: FAZ, Welt-Online/N24, CNN). Offizieller Anlass sind diesmal die angeblichen Hacker-Angriffe, die die CIA gemeldet hatte.

Doch was sich anscheinend im Hintergrund abspielt, ist weit mehr als ein persönlicher Machtkampf zwischen dem scheidenden und kommenden US-Präsidenten. In Washington prallen unterschiedliche Lobby-Gruppen und Interessens-Netzwerke aufeinander. Dahinter stehen auch knallharte wirtschaftliche Interessen. Das russlandkritische Netzwerk hinter Hillary Clinton ist hinlänglich bekannt. Dazu gehören Oligarchen wie George Soros. Bei Trump scheinen sich auch Interessen von Öl-Konzernen und Energie-Unternehmen zu sammeln, die durchaus wirtschaftliche Vorteile bei einer friedlichen Kooperation mit Russland sehen. Man denke nur an die Nominierung von Rex Tillerson zum neuen Außenminister der Trump-Administration. Tillerson ist Chef von Exxon Mobil, des größten US-Energie-Konzerns. Exxon Mobil ist direkter Nachfolger der Standard Oil Company, die einst von John D. Rockefeller gegründet worden war.

 

 

Sven von Storch

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