Im Nahen und Mittleren Osten werden Christen verfolgt. Die Kopten in Ägypten werden immer wieder Opfer von Anschlägen, die Christen in Syrien und im Nordirak werden von islamischen Terroristen des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) verfolgt und getötet. Doch das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) ist vornehmlich wegen der wachsenden Islamkritik in Deutschland besorgt. Wie kann das sein, dass die Vertreter der Katholischen Kirche in Deutschland eine solch verzerrte Wahrnehmung haben?
Wie auf der Seite Islam.de berichtet wird, hat der Präsident des ZdK, Thomas Sternberg, ausdrücklich vor islamfeindlichen Strömungen in Deutschland gewarnt. Wörtlich sagte er: "Die Stimmung dem Islam gegenüber in diesem Land macht mir größte Sorge."
Herr Sternberg befürwortet die Förderung des islamischen Religionsunterrichts an staatlichen Schulen und die Einrichtung von Lehrstühlen für islamische Theologie zur Ausbildung von Religionslehrern und Imamen. Die AfD-Forderungen nach einer Abschaffung des staatlich organisierten Islam-Unterrichts kritisiert er scharf.
Seit Monaten auffällig ist die Entwicklung, dass kirchliche Institutionen sich zunehmend mehr um die Integration der Muslime sorgen als um die Situation der Christen, die in islamischen Ländern verfolgt werden. Zumindest vermitteln sie dieses Bild.


Add new comment