Am Samstag sind in Berlin zehntausende Menschen dem Aufruf von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer gefolgt und für den Frieden auf die Straßen gegangen. Die Demonstration begann vor dem Brandenburger Tor und zog dann kreuz und quer durch die Innenstadt. Die Polizei spricht von 13.000 Teilnehmern. Die Veranstalter sprechen von etwa 50.000 Teilnehmern. Die Demonstration verlief friedlich. Auf der Kundgebung waren neben Wagenknecht und Schwarzer auch Oskar Lafontaine und der Brigadegeneral a.d. Erich Vad zugegen. Die Veranstalter sprachen von einem vollen erfolg der Aktion.
Die Freie-Welt-Redaktion hat die Demonstration beobachtet und ein breites Spektrum von Bürgern unterschiedlicher politischer Couleur und ideologischer Ausrichtung ausgemacht. Man konnte Vertreter der Linken sehen, aber auch Mitglieder der AfD. Sogar einige Anhänger der Antifa waren dabei, diesmal nicht als Gegendemonstranten, sondern als Friedensbewegte. Auch viele ältere Mitbürger und Familien waren zu sehen. Zusammengefasst kann man sagen, dass ein kompletter Querschnitt der Bevölkerung zugegen war.
Die meisten Teilnehmer der Demonstration äußerten den Wunsch, dass die Politik mehr auf Verhandlungen setzen solle als auf Waffenlieferungen. Es sei eine Schande, dass angesichts der Weltkriegsgefahr der Draht zwischen Moskau und Washington unterbrochen sei. Auf den Transparenten und Schildern der Demonstranten waren Sprüche zu lesen wie »Das ist nicht unser Krieg!« oder »Waffen liefern die Reichen, die Armen liefern die Leichen!«.
Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht werteten die Demonstration als vollen Erfolg. Die Mainstream-Medien hatten bereits im Vorfeld die Demonstration als »rechtsoffen« diffamiert und den Teilnehmern vorgeworfen, Putinversteher zu sein und den Angriffskrieg zu verharmlosen. Doch die Teilnehmer zeigten deutlich, dass ihnen nichts ferner liege. Parteienübergreifend eint sie der Wunsch nach Verhandlungen und Frieden.


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