Bereits bevor Angela Merkel ihren Rücktritt vom CDU-Vorsitz ankündigte, hatte es Spekulationen um ihre Nachfolge gegeben. Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn waren schon zuvor im Gespräch. Daher war deren Kandidatur-Kundgabe nicht überraschend.
Überraschender war die Kandidatur von Friedrich Merz, auch wenn sie im Hintergrund von langer Hand geplant sein soll. Jedenfalls stellen sich schon jetzt verschiedene CDU-Politiker hinter den ehemaligen Fraktionsvorsitzenden, der einst von der Kanzlerin aus der Politik gedrängt wurde.
Wolfgang Bosbach hat sich jetzt demonstrativ hinter Friedrich Merz gestellt [siehe Bericht »Welt«]. Der bekannte CDU-Innenpolitiker erklärte, dass er Merz noch am ehesten dazu in der Lage halte, die Merkel-Nachfolge anzutreten und die CDU wieder auf eine »Erfolgsspur« zu bringen.
Auch der CDU-Politiker Alexander Mitsch, Bundesvorsitzender der konservativen WerteUnion, sieht in Friedrich Merz (62) einen »Hoffnungsträger«.
Für Merkel dürfte Merz eine unangenehme Personalie sein: Sind Merz und Merkel doch erbitterte Gegner aus alten Zeiten. Daher ist es wahrscheinlich, dass sich Merkel für Kramp-Karrenbauer als ihre Nachfolgerin aussprechen wird.


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