Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen sorgt sich in einer Pressemitteilung um die weiter sinkenden Baugenehmigungszahlen. So sollen im Zeitraum von Januar bis Juli 2024 nur rund 123 600 Wohnungen genehmigt worden sein. Das wären somit 20,8 Prozent oder 32.500 Wohnungen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Juli 2022 sank die Zahl der Baugenehmigungen sogar um 44,6 Prozent.
Die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ist Klara Geywitz (SPD).
Zu den aktuellen Problemen erklärte der BFW-Präsident Dirk Salewski:
»Die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Es wurde zu wenig gegen diesen sich fortsetzenden Absturz unternommen. Die desaströse Lage beim Wohnungsbau zeichnet sich doch bereits seit langer Zeit ab. Leider stehen die von der Politik ergriffenen Gegenmaßnahmen in keinem ausreichenden Verhältnis zu der wirtschaftlichen Realität. Es grenzt an unterlassener Hilfeleistung der Politik angesichts dieser Baugenehmigungszahlen weiterhin nicht massiv gegenzusteuern.«
Der BFW fordert von der Politik eine Kehrtwende. Konkret fordert er unter anderem, die Steuern und Erwerbsnebenkosten zu senken und eine attraktive Wohneigentumsförderung mit angemessenen Einkommensgrenzen zu schaffen, einen Paradigmenwechsel von Energieeffizienz zur Emissionseffizienz zu vollziehen, eine generelle Absenkung der Grunderwerbsteuer auf investitionsfreundliches Niveau, die Baukostensenkung durch gesetzliche Deregulierung, eine Vereinfachung der Normen und einheitliche Bauordnungen für Deutschland.


Add new comment