Deutschlands Infrastruktur im Winter überfordert

Wo bleiben die Schnee-Räumfahrzeuge? Wo bleibt der Winterdienst?

Früher musste man bei Schneefall nicht lange warten: Ruckzuck waren zig Räumfahrzeuge im Einsatz. Heute gehen die Bürger durch die Stadt und sehen tagelang kein einziges Räumfahrzeug. Krankheitsbedinge Ausfälle, fehlendes Geld und vor allem fehlende Dringlichkeit seitens der Behörden oder Politik scheinen der Grund zu sein.

Schneeräumfahrzeug


Immer mehr Bürger reiben sich in diesen Tagen die Augen und wundern sich: Wo bleibt bei diesem kalten, schneereichen Wetter eigentlich der Räumdienst?

Früher kam sofort der Räumdienst, heute schlittern die Bürger über das Eis

Viele Bürger werden sich erinnern. Früher war es so, dass nach jedem Schneefall die Räumdienste unterwegs waren. Räumfahrzeuge schoben den Schnee und Schneematsch beiseite, Salz und Sand wurde gestreut, die Straßen waren schnell frei.

Doch heute? Der Schnee und später Schneematsch bleibt einfach liegen. Mancherorts wird grober Sand drauf gestreut. Oft passiert gar nichts. Das ist bei der aktuellen Wetterlage in vielen Städten Deutschlands besonders gefährlich, denn bei schwankenden Temperaturen um die Null Grad schmilzt der Schnee, um dann Studen später wieder zu gefrieren. Eine gefährliche Mischung aus Schnee, Eis und Schneematsch entsteht.

In Berlin sucht man vergeblich nach Räumfahrzeugen: Es gibt sie, aber man sieht sie nie im Einsatz

Berlin ist eine dieser Städte, wo man in den letzten Tagen und Wochen kaum noch Räumfahrzeuge sieht. Der Autor dieser Zeilen hat in diesem Winter noch kein einziges Räumfahrzeug in der Stadt gesehen, fast alle Fußgängerwege und Straßen sind entweder vereist, vermatscht oder mit Schnee bedeckt. Der Gang zur Arbeit oder zum Supermarkt wird zur Rutschpartie. 

Wo bleiben die Räumfahrzeuge? Was ist bloß los? Ist das nur eine subjektive Wahrnehmung? Natürlich könnte es sein, dass man zeitlich die Räumfahrzeuge immer wieder verpasst. Aber dann müsste man wenigstens die Ergebnisse ihrer Arbeit sehen. Man erkennt doch, ob und wo ein Fahrzeug unterwegs war und wo nicht.

Doch in Berlin kann man stundenlang durch die Stadt gehen und keine Anzeichen von bewussten Räumungsaktivitäten erkennen. Nur der grobkörnige Sand liegt überall. Doch der wird zumeist von den Anwohnern gestreut, die Angst vor den Klagen der ausgerutschten Passanten haben.

Deutschland ist winteruntauglich geworden

Wie kann es sein, dass die deutschen Autobahnen schlechter geräumt sind als in Polen oder Tschechien?

Wie kann es sein, dass die Deutsche Bahn bei jedem Wintereinbruch vom Schnee überfordert ist?

Wie kann es sein, dass man vergeblich auf den Einsatz von Räumfahrzeugen wartet?

Es kann nicht nur am Geld- und Personalmangel liegen. Hier hat allen Anschein zufolge ein ideologischer Paradigmenwechsel stattgefunden. Es wird nicht mehr als so wichtig erachtet, die Straßen freizubekommen und die Infrastruktur einwandfrei in Gang zu halten. Lieber achtet man auf Sparsamkeit und Umweltschutz.

Liebe Leser: Wie ist es in Ihren Städten und Orten? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?

Sven von Storch

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Comments

Wenn man alles, was gut funktioniert in die Ukraine verschenkt dann bleibt halt nix mehr für uns deutsche übrig. Es sickert immer mehr durch was alles an Material der Ukraine geschenkt wird. Bei uns im Westerwald ist jetzt fast ein dreiviertel Jahr an einer Stelle die Bundestaße voll gesperrt. Seit vor Weihnachten steht die Baustelle irgendwie still. Es geht nicht mehr weiter. Ein Schelm wer böses denkt warum man keine Baumaschinen und Arbeiter mehr sieht....

Na, dafür gibt es aber in jedem Super- & Baumarkt - und natürlich auch beim Discounter - palettenweise Streusalz in großen 10-Liter Eimern für die Bürger ... aber die Bürger dürfen es leider NICHT (!) benutzen.

Dürfen die Bürger auf Bürgersteigen und Fahrradwegen im Winter Streusalz benutzen? (Google KI)

Nein, die Verwendung von Streusalz auf Gehwegen und Radwegen durch Bürger ist in den meisten deutschen Städten und Gemeinden grundsätzlich verboten. Die Regelungen variieren je nach Kommune, aber fast überall ist der private Einsatz von Tausalzen zum Schutz der Umwelt untersagt und kann mit hohen Bußgeldern geahndet werden. 

Bußgelder: Bei einem Verstoß gegen das Streusalzverbot drohen empfindliche Bußgelder, die je nach Kommune bis zu 10.000 Euro betragen können.

__________

....man wähnt sich tatsächlich in "Schilda" ... unter einem Grünen-Oberschildbürgermeister ! :

https://de.wikipedia.org/wiki/Schildb%C3%BCrger

MP

Bei uns ist früher dem Räumfahrzeug das Müllauto hinterhergefahren. Vorgestern waren die Müllmanner als Schneeräumer mit Handschaufel unterwegs. Der Müll wurde nicht geleert. Es bringen auch viele nicht mehr die Mülltonne bei Schnee an den Straßenrand. Wegen der vielen Gäste aus dem Ausland gibt es keine Parklücken mehr, in denen sich Schnee reinschieben lässt, und ein Stellplatz für die Mülltonne freischaufeln lässt.

 

Wahrheitsfinder

28.01.2026 | 10:53

Ja, ich empfinde es auch so, wie Sie beschreiben.

Allerdings ist z. B. Blitzeis schon immer eine besonders gefährliche Situation gewesen !

Ich erinnere mich noch sehr genau an 4. Advent im Jahre 2002, und dann die Weihnachtstage danach noch. Da hat Eisregen wirklich gesamt Deutschland in einen Eispalast verwandelt. Da sind Züge auf vereisten Gleisen entgleist. Da sind gesunde vitale Bäume in den Wäldern durch die Eispanzer, die sich um die Stämme und allen Ästen teilweise Zentimeter dick gelegt haben, zerbrochen. Kronenteile lagen an Weihnachten auf den Wegen und überall im Wald herum. Man konnte im Wald und im natürlichen Raum sich nur mit Spikes an den Schuhen langbewegen.

Die Autobahnen und Straßen (auch Bürgersteige) waren allerdings relativ schnell befahr- und begehbar. Damals wurde noch mit dem sehr wirksamen Streusalz gestreut. Und DAS ist jetzt, glaub ich, verboten (Streusalz) - wegen Baumschutz (in den Städten).

Und Corona und mRNA wird jetzt sein Übriges getan haben - in der Personaldezimierung und Verkrankungen - würde ich sagen.

Die Versicherer machen es sich leicht, sie übertragen die Räumpflichten auf Hausbesitzer und Objektbetreiber. Heißt also, wer auf einer öffentlichen Straße/Objekt einen Unfall erleidet, weil die Wege und Straßen nicht geräumt wurden, werden Privatpersonen (Anlieger) verantwortlich gemacht. Die Stadtleitung demzufolge nicht. In allen Kommunen, wo Grüne Zicken sitzen, wurden Winterdiente eingespart oder reduziert oder auf Privatpersonen abgewälzt. Das eingesparte Geld wurde anderseits eingeplant, ich weiß auch wofür...  Wer brav vor seinem Haus also einen öffentlich anliegenden Gehweg beräumt und auch Salz bei Eisgang verwendet, muss damit rechnen, dass Grüne Zicken Herzinfarkte bekommen, wenn plötzlich so eine eisfreie dunkle Fläche sichtbar ist und der Verdacht besteht, dass dort Salz verwendet wurde. Der übermäßige Gebrauch von Salz hat sicher Nachteile für Pflanzen und Bauwerke, aber die Frage: Was ist unmittelbar zur Gefahrenabwehr wichtiger? Der Mensch oder die Hecke? - wurde von Grünen ungebildeten Zicken längst geklärt. Ich würde mich also laut vor Lachen in den Schnee wälzen, wenn so eine Grüne Zicke auf Eis sich auf die Fresse packt.

Das ist alles Unsinn, den Schnee gibt es doch in Wirklichkeit gar nicht ,das bilden sich die Leute nur ein. 

Die Regierung verkündet:  Globale Erwärmung!

Johannes Friedrich

28.01.2026 | 14:02

Was die Autobahnen betrifft, kann ich nicht sagen, daß sie schlecht geräumt seien. Ich bin z. B. am 2. Januar über 600 Kilometer quer durch Deutschland gefahren. Die von mir genutzten Autobahnen waren geräumt, und ich bin auch immer wieder Räumfahrzeugen begegnet.

Innerorts sieht es allerdings wirklich nicht gut aus.

Ekkehardt Fritz Beyer

28.01.2026 | 15:42

... „Wie kann es sein, dass man vergeblich auf den Einsatz von Räumfahrzeugen wartet?“ ...

Weil auch die Finanzen dafür nach Kiew zu fließen haben? https://www.youtube.com/watch?v=7Pd68uZTctk 

Schließlich rüstete Deutschland schon anno 22 scheinbar deshalb massiv auf https://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/6104801/Historische-Kehrtwende_Deutschland-liefert-Waffen-an-Kiew-und, um der Ukraine diese Waffen schenken!  

Damit Selenskyj diese Geschenke exportieren – und mit dem Erlös auch seine privaten Kassen füllen kann, da auch dies so prachtvoll(?) geregelt ist??? https://www.google.com/search?q=Wie+wird+garantiert%2C+dass+die+aus+Deutschland+eingef%C3%BChrten+R%C3%BCstungsg%C3%BCter+im+Empf%C3%A4ngerland+verbleiben+und+nicht+weiter+gehandelt+werden%3F&rlz=1C1…

Winnetou Koslowski

28.01.2026 | 19:34

Ich wohne in einem kleinen Kaff in Nordhessen. Nachdem es Nächtens geschneit hatte, sah ich ein großes Räumfahrzug am Haus vorbeifahren. Der Schneeschieber war angehoben und als das Ungetüm vorbei war konnte ich sehen  wie  hinten durch den Rotor am Heck  Salz auf die Straße gewirbelt wurde. Anschließend  schmolz der Schnee nach einer Weile und wurde zu Matsch. Was ich nicht begreife ist, wieso die Bediener den vorderen Schneepflug nicht zum Räumen runter gefahren hatten und nur salzigen Matsch hinterlassen haben? Ist das jetzt gewollt, dass die Autos  absichtlich durch das aggressive Salz  = Rost beschädigt werden sollen, weil die Autos jetzt unerwünscht sind? Ich vermute es fast, denn einen solchen Schwachsinn habe ich noch nie in einem, Winter zuvor gesehen und wir hatten früher richtige Winter mit Massen Eis  und Schnee und sehr tiefen oft zweistelligen Minus Temperaturen. 

Ganz anders hingegen in Moskau, wo der Winter erneut krass zugeschlagen hat. Doch die Russen wissen sehr gut, was Winter heißt und wie man sich gut organisiert darauf einstellt und einstellen muß, um sofort entsprechend reagieren zu können, damit das normale Leben möglichst ungehindert weitergehen kann. Egal ob mit schweren Schneeberäumungsmaschinen oder/und mit Personal - siehe untenstehendes Video. Denn dieses Personal haben sie auch, weil in Russland nicht Millionen nichtstuende Menschen in der sozialen Hängematte schaukeln dürfen, so wie das in Deutschland seit Jahren immer intensiver stattfindet. Daher gibt's natürlich dann bei uns z. B. im Winter auch überall unberäumte Straßen und nichts geht mehr - z. B. bei der Bahn -, sodass der Bürger allein sehen muss, wie er zurechtkommt. Wir können hier nur von Glück reden, dass wir keine russischen Winter haben - noch nicht! Und wenn die Energieversorgung hier auch noch zusammenbricht, dann Gute Nacht!

https://youtu.be/rN5jqvBK0Io?si=6U06-Aas6s_aFSPR

Haben sie schon einmal über die Unsinnigkeit nachgedacht mit welcher der Winterdienst organisiert ist?

(Ich fokusiere meine Informationen auf den innerstädtischen privaten Winterdienst in Berlin.)

Zum einen werden Bürgersteige als öffentliches Straßenland betrachtet und die Eigentümer werden gezwungen Kehrgebühren zu bezahlen -ob nun einer kehrt oder nicht hängt davon ab wie gut betucht ihre Gegend ist und spielt dabei garkeine Rolle- und zum anderen soll jeder Eigentümer einen eigenen Winterdienst für den Gehweg vor seinem Grundstück organisieren.

Das ist teuer, ineffizient und absolut Komödienreif! Einer der größten Lacher aus Deutschland.

Nehmen wir einen Häuserblock mit 10 Häusern. Da kommen 10 unterschiedliche Winterdienstfahrzeuge, jedes lässt seine Kehrwalze für 10 Meter herunter und fährt mit seinen 3 Tonnen Gewicht auf den anderen 9 Wegstücken den Schnee fest, sodaß er nicht mehr gekehrt werden kann!

Das sind 10 Fahrzeuge und 10 Fahrer die zur Schlafenszeit auf sein müssen während es ein Fahrer eigentlich in einem zehntel der Zeit geschafft hätte ALLE 10 Wegstücke zu kehren!!!

Was bedeutet dies Umwelttechnisch? Kann sich wohljeder denken. 10 An-und Abfahrten für 10 Grundstücke.

Was bedeutet dies Aufwands- und Kostentechnisch für die betroffenen Mieter? Ich denke das ist auch klar.

Ein Winterdienstfahrzeug mit beheizter Ladefläche kostet in der Anschaffung eine hohe fünf-sechsstellige Summe.

Wegen dieser hohen Kosten und der vergangenen milden Winter haben viele Firmen Fahrzeuge und Personal abgebaut. Früher hörte ich das große Firmen ca. 80 Objekte pro Tour auf ein Fahrzeug legten. Das fand ich schon krass, zumal sie ja alle 80 verteilt waren. 

Heute sind es 250-300! (Wenn nicht sogar mehr) Das geht nicht! Zumal die privaten Winterdienste ja nicht nur im Auto sitzen sondern auch noch die Zuläufe und Hofwege / Parkplätze räumen sollen. Das heißt anhalten und aussteigen. Das zieht die Zeit um etliches in die Länge wegen der Handarbeit.

Da gab/gibt es natürlich auch schwarze Schafe. Sie schlossen/schließen eine Haftpflichtversicherung ab und kamen/kommen garnicht oder erst wenn im Frühjahr alles taute und schieben den Matsch beiseite.

Fazit:

Der Winterdienst auf öffentlichem Straßenland gehört in die öffentliche Hand. Ein Häuserblock ein Fahrzeug, ein Fahrer, kein Aussteigen, keine Privatflächen. Schnell, effizient und sofort machbar.

Es werden doch ohnehin Kehrgebühren entrichtet. Man braucht einen Betriebshof, Einfüllsilos, Werkstätten, Mechaniker und Personal das in dieser Zeit ohnehin nicht kehren kann. Das haben die kommunalen. Doch die lassen ihr Personal zu Hause wenn es glatt ist! 

Sich in einen Wagen zu setzen und um den Block zu fahren ist eine Sache von Minuten! Da sinken die Kosten für alle und die Arbeit ist in einem Zehntel der Zeit erledigt. Zudem wäre der Winterdienst auch VIEL schneller vor Ort.

Zuläufe und Höfe gehören in die Privathand, aber nicht die öffentlichen Gehwege. Das funktioniert nicht wie wir alle sehen. Und zwar schon seit Jahrzehnten. 

Hier muß die Gesetzeslage geändert und der Mieter / Bewohner wieder selbst zur Verantwortung gezogen werden ohne Haftung für die Eigentümer. Einen Hofweg oder einen Stichweg zu kehren ist kein Akt wenn da mehrere Dutzend Mieter wohnen. Wenn sich alle darüber einig sind einen Winterdienst zu bezahlen sollen sie dies ruhig machen, aber dann ohne Gewährleistung auf Pünktlichkeit, denn niemand kann gleichzeitig an mehreren Orten sein wenn der Schneefall zu Ende ist oder die erste Flocke den Boden berührt. 

(Kein Witz, diese Kunden gab es damals. Nach dem Motto: “Es könnte morgen Schnee geben, wieso waren sie denn nicht schon längst da!?“ Am besten hätte ich vor dem Haus schlafen und wohnen sollen.) 

Apropose Gesetzeslage...Tausalz in Berlin -> verboten! Aber was willst du machen wenn du nicht an allen Orten zur gleichen zeit bist und schon 10 Fahrzeuge deinen Schnee festgefahren haben?

Ich habe viele Jahre im Winterdienst gearbeitet, doch es ist schon länger her. Von daher kann ich das Ausmaß der gegenwärtigen Krise nur erahnen. Wenn du letzte Nacht nicht geschlafen hast und Tagsüber noch einer normalen Arbeit nachgehst, während du nachts 6 Stunden draußen warst, dich dann gegen 22 Uhr in die Wanne setzt, danach aus dem Fenster schaust und es schneit schon wieder! Dann ziehst du dich wieder an und dann weißt du was Winterdienst bedeutet.

Seit Jahren klatsche ich mit der Hand vor die Stirn und denke so bei mir:

"Was für ein Schildbürgerstreich!"

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