Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) ist ganz auf der Linie von Friedrich Merz und befürwortet ein höheres Renteneintrittsalter aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und fordert weniger Anreize für Frührente sowie bessere Prävention und Gesundheitsvorsorge [siehe Bericht »Apollo News«].
Ein Beraterkreis, u.a. mit der »Wirtschaftsweisen« Veronika Grimm, warnt im sogenannten Impulspapier 2025 vor wirtschaftlichen Nachteilen durch die gesetzliche Rentenversicherung.
Aktuell kommen 2,5 Erwerbstätige auf einen Rentner, 2035 nur noch zwei, was die Finanzierbarkeit gefährdet. Die »doppelte Haltelinie« (48 % Rentenniveau, 22 % Beitragssatz bis 2030) könnte bis 2050 Mehrkosten von über 90 Mrd. Euro verursachen und den Bundeshaushalt sowie die Generationengerechtigkeit belasten.
Düstere Vorschläge: Wir sollen für die miserable Politik mit mehr Arbeit bezahlen
Der Beraterkreis schlägt vor:
- Renteneintrittsalter ab 2031 alle zehn Jahre um ein halbes Jahr erhöhen (2071: 69 Jahre).
- Rentenerhöhungen an Preisentwicklung statt Lohnentwicklung koppeln.
- 47 statt 45 Beitragsjahre als Standard.
- Abschaffung der Rente ab 63, Frührenten nur bei Härtefällen.
- Stärkung privater Altersvorsorge und staatlicher Benchmark-Fonds.
Wirkliche Ursachen der Misere werden verschwiegen
Ohne Reformen, so wird als Begrüngung genannt, drohe eine Überlastung des Rentensystems. Von dem jahrelangen Missbrauch der Rentenkassen für versicherungsfremde Leistungen wurde nicht gesprochen. Und dass sich Deutschland verschuldet, um der Ukraine und der Welt finanziell unter die Arme zu greifen und die Haushalte anderer EU-Länder zu stützen, wird auch nicht erwähnt.


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