Interview mit Sven von Storch

Wir fordern von Spahn, endlich Stellung gegen die Abtreibungspolitik zu beziehen

Der Abtreibungs-Lobby muss Einhalt geboten werden: Von den Grünen wird gefordert, dass an staatlichen Uni-Kliniken nur noch Ärzte eingestellt werden sollen, die sich bereit erklären, Abreibungen durchzuführen. Im EU-Parlament wurde sogar eine Strafe gefordert für Ärzte die nicht abtreibungswillig sind.

Freie Welt: Herr von Storch, Sie haben mit der Initiative Familien-Schutz eine neue Kampagne gestartet, mit der Sie den Gesundheitsminister Jens Spahn und die Vorsitzende des deutschen Ethik-Rates, Alena Buyx, auffordern, zur Gewissensfreiheit von Ärzten Stellung zu beziehen. Gibt es konkrete Anlässe?

Sven von Storch: Dazu gibt es viele Anlässe. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Von den Grünen wird gefordert, dass an staatlichen Uni-Kliniken nur noch Ärzte eingestellt werden sollen, die sich bereit erklären, Abreibungen durchzuführen. Damit wird die Gewissensfreiheit der Ärzte zunichte gemacht. Die Ärzte stehen praktisch vor der Wahl, entweder ihr christliches Gewissen zu verraten oder ihren Job zu verlieren.

Freie Welt: Damit greifen die Grünen die Glaubens- und Gewissensfreiheit an.

Sven von Storch: Ja, genau. Und das in das Recht auf Leben. Mit ihren Forderungen sind viele Grünen-Politiker skrupellos. Genauso sieht es aus, wenn es um Fragen der Ehe für Alle oder um die neuen Adoptionsregeln geht. Anstatt die Familie und das Wohl der Kinder im Augenmerk zu haben, machen die Grünen unser Land zu einem links-ideologischen Abtreibungsstaat, in dem viele Ärzte gegen ihr Gewissen handeln müssen.

Freie Welt: Am Ende wird also im Ernstfall ein Arzt gezwungen sein, gegen sein Gewissen eine Abtreibung vorzunehmen?

Sven von Storch: Der Druck auf die Ärzte wird immer größer. Und zwar auf allen politischen Ebenen. Im EU-Parlament wurde sogar eine Strafe gefordert für Ärzte die nicht abtreibungswillig sind. Daher es ist wichtig, einen Gegendruck zu erzeugen und die bürgerlichen Kräfte zu stärken, die für Werte wie die Familie und den Schutz des Lebens eintreten. Immerhin gibt es noch viele Ärzte, die es als ihre vornehmliche Aufgabe ansehen, das Leben zu erhalten, statt Abtreibungen vorzunehmen. Diesen Ärzten muss man auch den Rücken stärken.

Außerdem ist der Lebensschutz fest in unserem Grundgesetz verankert. Dazu haben wir auch ein Faltblatt mit dem Titel "Abtreibung ist kein Grundrecht" erstellt, um möglichst viele Bürger aufzuklären. Wir wollen der Abtreibungs-Lobby entgegentreten.

Freie Welt: Was erwarten Sie von Gesundheitsminister Jens Spahn?

Sven von Storch: Gesundheitsminister Spahn hatte sich mit dem Auftrag für eine Studie, welche die psychischen Folgen von Abtreibungen untersucht, gegen die Abtreibungs-Lobby gestellt. Wir gehen davon aus, dass Spahn stellvertretender CDU-Vorsitzender werden will und dass deshalb sein Wort eine Signal-Wirkung für den medizinischen Bereich haben könnte. Wir wollen ihn aus der Reserve locken und dazu bringen, endlich klar Stellung zu beziehen.


 

 

Sven von Storch

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