So kann man einen Ruf ruinieren. Sachsen galt eigentlich als erfolgreichstes neues Bundesland. Die Wirtschaft wuchs schneller als in Mecklenbug-Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt. Bei schulischen Vergleichstests und Pisa-Studien schnitten Sachsens Schüler immer hervorragend ab. Sachsen galt als konservativ (CDU), stabil und wirtschaftlich stark. Doch die Presse hat nun den guten Ruf kaputt gemacht.
Weil Sachsen das erste Bundesland war, in dem die AfD in den Landtag einzog, und weil in Dresden die Pegida-Aufmärsche stattfanden, welche schnell in eine radikale Ecke gestellt wurden, wurde am Ende ganz Sachsen als "Dunkeldeutschland" und als gescheitertes Bundesland dargestellt.
Der Stern hatte das Thema sogar auf das Titelblatt gebracht. "Sachsen, ein Trauerspiel" hieß der Titel. Sachsen sei das "dunkelste Bundesland". Der Stern-Leit-Artikel verstand sich als eine "Abrechnung" mit dem Bundesland. Kein Wunder, dass sich die Sachsen darüber empörten.
Im Ausland werden solche Berichterstattungen wahrgenommen und teilweise übernommen. So hat sogar Al Jazeera International jetzt einen solchen Sachsen-Bashing-Artikel publiziert. "Saxony: Germany's failed state?" fragt man sich dort.


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