Wer wird bei der nächsten Bundestagswahl der Gegenkandidat von Angela Merkel? Sowohl in der SPD und CDU mehren sich die Stimmen, dass es mit der großen Koalition nicht ewig weitergehen kann. Eine große Koalition ist immer eine Notlösung. Doch hat Rot-Grün gegen Schwarz-Gelb eine Chance? Oder haben beide Varianten keine Chance, weil sowohl die Union als auch die Sozialdemokraten zu wenig Stimmen auf sich vereinen können, so dass am Ende wieder nur die Notlösung der Großen Koalition bleibt?
Um nicht völlig unterzugehen hat die SPD keine Wahl: Sie muss sich als Alternative zur CDU präsentieren. Nach einer gemeinsamen Regierungszeit wird das schwierig, wenn nicht gar unglaubwürdig sein.
Nun rätseln Presse und Politik, wer Merkels Gegenkandidat werden könnte. Martin Schulz? Sigmar Gabriel? Olaf Scholz? Was unterscheidet diese drei Kandidaten überhaupt voneinander? Steinmeier kann es ja nicht werden. Denn er wird schon Bundespräsident.
Tatsache ist, dass alle SPD-Kandidaten mehr oder weniger Merkels Politik mitgetragen haben. Und wie man nach der letzten großen Koalition sehen konnte und nach der schwarz-gelben Koalition wieder bestätigt bekam, wird die Union weniger für ihre Fehler gescholten als der jeweils kleinere Koalitionspartner.
Insofern bleibt die K-Frage für die SPD eine Träumerfrage - jenseits aller Realität.


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