Auch in den USA breitet sich das Coronavirus (SARS-CoV-2) beständig aus. Die Mehrheit der Bundesstaaten ist betroffen. In Amerika gibt es gleich mehrere Probleme, die das Gesundheitsproblem belasten. Zum einen ist ein großer Teil der US-Bevölkerung nicht ausreichend krankenversichert. Zum anderen ist das Gesundheitssystem sehr teuer. Und bis jetzt wird viel zu wenig getestet. Die geographisch breite Verteilung der Infektionen in den USA lässt vermuten, dass sich das Virus unter dem Radar schon sehr viel weiter verbreitet hat und es eine hohe Dunkelziffer gibt.
Daher wird nun hart durchgegriffen. Kalifornien hat am Donnerstag die Ausgangssperre verhängt [siehe Bericht »t-online«]. Dies verkündete der Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, vor der Presse. Wenn man zu lange mit Maßnahmen warte, könnten sich am Ende Millionen Menschen innerhalb kürzester Zeit infizieren, heißt es als Begründung. »Dies ist der Moment, an dem man Klartext sprechen und der Bevölkerung die Wahrheit sagen muss«, sagte der Gouverneur.
Mit fast 40 Millionen Einwohnern ist Kalifornien der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA. Andere Bundesstaaten werden folgen. Für das amerikanische Gesundheitssystem wird die eine harte Belastungsprobe sein. Experten befürchten, dass die USA die Krise weniger schnell meistern können als die ostasiatischen Länder, wo die Ausbreitung des Virus erfolgreich eingedämmt und der exponentielle Kurvenverlauf gebrochen werden konnte. Bis die USA soweit sind, wird noch viel Zeit vergehen.
Über die weitere Verbreitung der Virusinfektion nach offiziellen Zahlen wird live auf einer speziellen Webseite der Johns-Hopkins-University berichtet.


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