Als am Jahrestag des russischen Militärangriffes auf die Ukraine die ukrainische Flagge als Zeichen der Solidarität auf dem Reichstag gehisst wurde [siehe Video auf YouTube HIER], hatte sich eigentlich niemand beschwert. Es war ein Zeichen der Solidarität. Die Initiative ging geht auf einen Vorschlag der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe zurück.
So weit, so okay.
Doch seit Monaten wehen in vielen deutschen Städten nun deutlich mehr ukrainische Flaggen auf öffentlichen Gebäuden als deutsche Flaggen oder Flaggen der EU. In Berlin ist es ganz besonders auffällig. Wohin man geht: Man sieht ukrainische Flaggen [siehe beispielsweise Kurzvideo HIER].
Ist das tatsächlich nur Solidarität? Oder ist damit mehr verbunden?
Klar ist: In den USA sieht man zwar auch ukrainische Flaggen, aber niemals mehr als US-Flaggen. Außerhalb Europas gibt es dieses ukrainische Flaggenmeer nicht.
Sollen wir Bürger in Deutschland lernen, uns zunehmend mit der Ukraine zu identifizieren? Und wenn ja, welchen Zweck soll das haben? Damit wir mehr Lasten zu tragen bereit sind, um der Ukraine zu helfen? Oder damit wir eines Tages vielleicht doch auf der Seite der Ukraine in den Krieg eingreifen?
Haben wir nicht gelernt und vorgelebt bekommen, dass Nationalfahnen etwas Negatives an sich haben? Hat Merkel nicht die Deutschland-Fahne einst demonstrativ beiseite gelegt? Hier findet eine Suggestion statt. Doch die Bürger wurden nicht gefragt, genauso wenig, wie sie bei der Klima-Politik, bei der Euro-Rettungspolitik, bei der Kernenergie, beim Aus für Verbrenner-Motoren oder bei der Migration gefragt wurden.
Bei aller Solidarität mit den Ukrainern: Es gibt hier viele Fragen, die es zu klären gilt.


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