Es ist ein altbewährtes Mittel: Wenn es im Innern des Landes kriselt, dann sucht man einen äußeren Feind. Und schon hat man seine Anhänger wieder hinter sich vereint.
Dies tat auch der Präsident von Venezuela: Nicolas Maduro. Er sieht die Schuld an der Krise des Landes im Ausland, bei den Kapitalisten und Imperialisten. Sie seien dafür verantwortlich, dass Venezuela in die Wirtschaftskrise geraten ist.
Bei der aktuellen Wahl hat er, nach vorläufigen Zählungen, rund 68 Porzent der Wähler hinter sich vereinen können. Die alte Regierung Venezuelas wird auch die neue sein (siehe Berichte Tagesschau, Zeit-Online, Welt-Online.)
Die Wahlbeteiligung war mit 46 Prozent extrem gering. Die Oppositionspartei spricht von einer »Farce« und vermutet Wahlfälschung. Beobachter der Wahl sind verblüfft, dass angesichts der Krise des Landes und des Versagens seitens der Regierung keine größere Wählerschaft gegen den Präsidenten gestimmt hat. Aber wenn der Gegner im Ausland gesehen wird, dann schließen sich im Innern die Reihen. Und der Rest der Bevölkerung zieht sich resigniert zurück und bleibt der Wahl fern. Ein weiterer Grund für den Wahlerfolg Maduros waren indirekte Geldgeschenke an seine Anhänger.
Mit seinem Wahlsieg wird Maduro wohl bis 2025 weiterregieren können. Für Venezuela bedeutet dies eine Verlängerung des Elends, der Armut, der Hyperinflation, des Hungers und des Mangels an medizinischer Versorgung. Hunderttausende Gegner und Kritiker der sozialistischen Politik haben in den letzten Jahren das Land verlassen. Sie haben auf ihre Weise mit den Füßen abgestimmt.


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