Noch vor wenigen Monaten war US-Präsident Donald Trump in europäischen Mainstream-Medien ein rotes Tuch. Seine Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben der NATO-Mitglieder und seine polarisierenden Auftritte wurden als unberechenbar und destabilisierend kritisiert. Besonders deutsche und französische Medienhäuser zeichneten ein Bild von Trump als Bedrohung für die transatlantische Einheit.
Doch auf dem NATO-Gipfel in Den Haag hat sich das Blatt gewendet: Trump wird als starker Führer gefeiert, und die Allianz steht vor einem historischen Schritt – der Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2035.
Mark Ruttes Lob und die neue Fünf-Prozent-Zielmarke
NATO-Generalsekretär Mark Rutte, selbst ein erfahrener Diplomat, sparte nicht mit Lob für Trump. In einer Nachricht, die Trump triumphierend auf Truth Social teilte, schrieb Rutte: »Glückwunsch und vielen Dank für Dein entschlossenes Handeln im Iran. Es war wirklich außergewöhnlich und etwas, das sich sonst niemand getraut hat. Es macht uns alle sicherer.«
Rutte betonte zudem Trumps Rolle bei der Durchsetzung des ambitionierten Fünf-Prozent-Ziels, das 3,5 Prozent für klassische Militärausgaben und 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Infrastruktur umfasst. »Europa wird kräftig zur Kasse gebeten – so wie es sein sollte – und es wird Dein Sieg sein«, fügte Rutte hinzu. Fast alle 32 Mitgliedstaaten, angeführt von Deutschland, haben sich dem Ziel angeschlossen. Lediglich Spanien, unter Ministerpräsident Pedro Sánchez, zeigt Widerstand, was Beobachter als innenpolitisches Manöver werten.
NATO-Gipfel: Triumph für Trump
Der Gipfel selbst ist auf Trump zugeschnitten: ein prunkvolles Dinner im Schloss Huis ten Bosch und ein straffes Programm halten den US-Präsidenten bei Laune. Trump dominiert den Gipfel – ein klarer Triumph für den Mann, der einst Europas Mainstream-Medien in Aufruhr versetzte.


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