»Grenzausgleichssystem« für CO2

Von der Leyen will mit Klimazöllen andere Staaten disziplinieren

Ursula von der Leyen bezeichnet bei ihrem Auftritt in Davos den Klimawandel als »größte Herausforderung der Gegenwart« und drohte anderen Staaten mit Klimazöllen, wenn diese sich nicht an der CO2-Reduktion beteiligen.

Die EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete bei ihrem Auftritt im schweizerischen Davos den Klimawandel als »größte Herausforderung der Gegenwart«. Sie warb für den Billionen Euro schweren »Green Deal« der EU.

Gleichzeitig sprach sie sich für ein »Grenzausgleichssystem« für CO2 aus. Brüssel müsse, so ihre Argumentation, Staaten und internationale Handelspartner mit Konsequenzen mit Zöllen disziplinieren können [siehe Berichte »Tagesschau«, »Tagesspiegel«]. Es habe keinen Sinn, »Treibhausgas-Emissionen nur zu Hause zu senken, wenn wir zugleich den Import von CO2 aus dem Ausland erhöhen«, erklärte sie.

Europa solle bis zum Jahr 2050 der erste klimaneutrale Kontinent der Welt werden, betonte sie erneut.

Sven von Storch

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