Die Coronavirus-Krise droht zu einer der größten Weltwirtschaftskrisen der letzten Jahrzehnte auszuarten. Es droht eine weltweite Rezession. Noch nie waren der Welt die Risiken einer hemmungslosen Globalisierung so kristallklar aufgezeigt worden.
Jetzt beginnt das große Erwachen. Die Schwächen eines Systems, bei dem einzelne Produktionsschritte global verteilt sind, um kurzfristig Kosten zu sparen, werden offenbar. Die vernetzte globale Wirtschaftsform wird hinterfragt [siehe Bericht der »New York Times« oder Kommentar auf »FOX Business News«].
Beispiel Medizin, Pharmazeutische Produkte und Schutzkleidung: Seit Jahren wurde in diesen Bereichen die Produktion in Schwellenländer und vor allem nach China ausgelagert. Jetzt fehlen den westlichen Staaten Schutzmasken, Zutaten für Medikamente und viele andere Produkte, die früher in jedem Land selbst hergestellt wurden. Die Welt hat sich von China abhängig gemacht. Erste Politiker des US-Senats und des US-Repräsentantenhauses haben sich daher nun für eine Gesetzesvorlage stark gemacht, die fordert, dass wichtige pharmazeutische Produkte in den USA selbst hergestellt werden, ohne auf Lieferketten aus China abhängig zu sein.
Beispiel Industrie: Als die Grenzen weltweit geschlossen wurden, brachen in vielen Produktionsbereichen der Industrie die Lieferketten und somit die Produktionsketten zusammen. Wenn eine Autofirma in Deutschland wichtige Autoteile aus China braucht, China aber wegen einer Pandemie oder Epidemie oder sonstigen Schwierigkeiten nicht liefern kann, ist die gesamte Kette unterbrochen, die Produktion steht still. Auch fordern immer mehr Politiker und Journalisten in den USA, Australien und anderen westlichen Staaten, die Produktionen wieder verstärkt ins eigene Land zurückzuholen. Man wolle nicht von Staaten wie China abhängig sein.
Jetzt wird besonders in den USA und Australien offen darüber diskutiert, was Steve (Stephen) Bannon und US-Präsident Donald Trump schon vor Jahren immer wieder gesagt haben: Die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der De-Industrialisierung weiter Teile des Westens sind darauf zurückzuführen, dass die Produktion nach Asien, insbesondere nach China ausgelagert wurde. Damit gingen Arbeitsplätze und Wohlstand verloren. Die US-Arbeiter haben heute weniger Geld als früher, können sich aber damit trösten, nun billige Produkte "Made in China" zu kaufen, die früher im eigenen Lande hergestellt wurden.
Der Westen hat sich von China abhängig gemacht und zur Machterweiterung des kommunistischen Regimes in Peking beigetragen. Nun werden die Folgen offenbar. Die Stimmen nach einem Wandel werden immer lauter.


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