Wie die FAZ und der Stern berichteten, hat die Rückkehr von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in die Bundespolitik der SPD keine weiteren Sympathiewerte gebracht. Nach den Umfragen, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa für den Stern und RTL gemacht hat, verliert die SPD an Zustimmung in der Bevölkerung (von 23 auf 22 Prozent). Parteien wie die AfD konnten dagegen wieder ein bisschen zulegen (von 10 auf 11 Prozent).
Man reibt sich die Augen: Hat die SPD tatsächlich geglaubt, dass Martin Schulz als großer Sympathieträger wirken und der SPD zusätzliche Stimmen einbringen könnte? Wen außer Jean-Claude Jucker gibt es, der mehr für den Moloch EU steht als Martin Schulz?
Doch das Problem der Genossen sitzt noch tiefer: Nachdem Frank-Walter Steinmeier als nächster Bundespräsident gehandelt wird, bliebe neben Martin Schulz nur noch Sigmar Gabriel als möglicher Kanzlerkandidat. Doch beide hätten keine Chance gegen Merkel. Der SPD fehlen schlicht die Köpfe. Und das Profil: Denn die große Koalition hat bis jetzt verhindert, dass die SPD in irgendeiner Form ein eigenes Profil hätte entwickeln können. So muss sie für alle Fehlentwicklungen der Merkel-Regierung mit gerade stehen.


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