Die Trump-Administration wird ungeduldig. Kiew und Moskau würden zu zögerlich auf die Waffenstillstands-Vorschläge eingehen. Wobei hier besonders die Selenskij-Regierung wenig kooperativ sei, weil der Friedensvorschlag beeinhaltet, dass die Ukraine auf Gebiete verzichtet.
Laut einem Bericht der »Financial Times« soll Wladimir Putin eine Kampfpause an der derzeitigen Frontlinie angeboten haben. Er sei außerdem bereit, auf einen Teil der von der russischen Armee besetzten Gebiete zu verzichten.
Der US-Vizepräsident J.D. Vance erklärte während seines Besuches in Indien gegenüber der Presse, dass die USA aus dem Prozess aussteigen würden, wenn es nicht bald zu Ergebnissen kommen werde [siehe Bericht »n-tv«]. Man habe beiden Seiten, Russland und der Ukraine, einen sehr klaren Vorschlag unterbreitet.
Es sind vor allem Großbritannien und Frankreich, die den Friedensprozess bremsen. Aus London und Paris kamen reservierte Reaktionen auf die Aussagen von J.D. Vance. Frankreich besteht darauf, dass ein Waffenruhe-Abkommen die »territoriale Integrität« der Ukraine garantieren müsse. Und die britische Regierung von Keir Starmer erklärte, die Ukraine müsse selber über ihre Zukunft entscheiden.
Damit ist klar, dass die Bremser beim Waffenruhe-Prozess in London, Paris und Kiew sitzen, nicht in Washington oder Moskau.
Eine spannende Frage bleibt: Warum sind London und Paris seit Trumps Amtsübernahme so übermütig gegenüber Washington? Gibt es noch andere Signale aus den USA, etwa des US-Deep-States oder der US-Demokraten, die den Regierungen in London und Paris anders zureden als die Trump-Regierung in Washington?


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