Die Ostsee-Pipeline »Nord Stream« ist ein wichtiger Transportweg für Erdgas von Russland nach Europa. Für Russland ist Erdgas eines der wichtigsten Exportgüter. Für Europa gibt es noch zu wenig konstengünstige Energie-Alternativen. Nun soll die Pipeline von einer weiteren, und zwar der »Nord Stream 2«-Pipeline, flankiert werden. Das Projekt ist seit langem geplant. Doch sowohl die USA als auch die Ukraine und Polen sind gegen dieses Projekt.
Die USA drohen sogar mit einem Handelskrieg gegen die EU, falls Deutschland und Russland das Projekt umsetzen. Andererseits will Washington mit der Wiederaufnahme der TTIP-Verhandlungen locken, falls Deutschland das Projekt fallen lasse. Wenn Washington wüsste, wie unpopulär TTIP in der europäischen Öffentlichkeit ist!
In Deutschland wird Hände ringend nach Kompromisslösungen gesucht. So könne man sich vorstellen, einen Teil des Erdgases aus den Ostsee-Pipelines, einen anderen Teil durch die Pipelines der Ukraine zu beziehen. Vielleicht könnte dieser Vorschlag die Ukraine und indirekt auch die USA beruhigen, hofft man.
Doch für die USA scheint mehr auf dem Spiel zu stehen. Washington scheint es auch darum zu gehen, Russlands Wirtschaft und damit Wladimir Putin zu schwächen. Die internationale Presse stellt es so hin, als sei Trump der Provokateur, doch auch unter Barack Obama und seiner Außenministerin Hillary Clinton wurde erheblich Druck auf Deutschland und Russland ausgeübt,die Ostsee-Pipeline-Projekte zu stoppen.


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