Einem Bericht der »Financial Times« zufolge, plädieren nach dem Tod von Papst Franziskus konservative US-Katholiken, darunter Podcaster Jesse Romero und Politiker wie Roger Stone, für einen »Trump-ähnlichen Papst«, der traditionelle christliche Werte wiederherstellen soll.
Sie kritisieren Franziskus für seine woke Politik und progressiven Reformen, wie etwa die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, die Unterstützung illegaler Migranten und die Infragestellung traditioneller Praktiken wie zum Beispiel der lateinischen Messe.
Einflussreiche Persönlichkeiten wie Steve Bannon und J.D. Vance sowie konservative katholische Institutionen und Medien wie EWTN teilen diese Ansichten. So etwa auch im Podcast von Steve Bannons »War Room«, wo Ben Harnwell über die Ereignisse im Vatikan berichtet.
Eine Umfrage aus dem Jahr 2023 habe gezeigt, dass sich über 80 Prozent der kürzlich geweihten US-Priester als theologisch konservativ bezeichnen. Das wäre theoretisch einen Rechtsruck im Klerus in den USA.
Allerdings: Da sechs der zehn stimmberechtigten US-Kardinäle beim Konklave von Franziskus ernannt wurden, könnte der nächste Papst eher der Vision von Franzikus folgen als der traditionalistischen Agenda.
Klar ist, dass in der Katholischen Kirche auch in den USA eine ähnliche Spaltung zu erkennen ist wie im politischen Spektrum der USA. Es zeigt sich, wie hochpolitisch Fragen der Kirche sind.


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