Angelsächsische Länder verschärfen Ton gegenüber China

USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland werfen China Vertuschung vor

Die Geheimdienste der englischsprachigen Staaten werfen China Vertuschung und Behinderung der Aufklärungsarbeiten vor. US-Außenminister: Es gebe dichte Hinweise, dass das Virus aus dem Wuhan-Viren-Labor komme.

»Five-Eyes« oder »Fünf-Augen« wird die Geheimdienst-Kooperation der Staaten USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland genannt. Das bedeutet: Die Geheimdienste dieser Staaten tauschen regelmäßig Informationen aus. Diese Kooperation ist ein Erbe des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges. Nun werfen die Geheimdienste dieser Länder gemeinsam der Volksrepublik China Vertuschung der Coronavirus-Informationen vor. China habe wichtige Informationen zu lange zurückgehalten, habe die Weltöffentlichkeit getäuscht und verweigere nun die Zusammenarbeit bei der Aufklärung, lautet der Vorwurf.

Auch US-Außenminister Mike Pompeo hat seinen Ton gegenüber dem Regime in Peking verschärft. Es gebe sich verdichtende Hinweise, dass das Virus aus dem Labor für Virologie in Wuhan komme.

Als Australien eine internationale Untersuchungskommission forderte, die nach China gehen soll, um dort die Ursprünge und Umstände der Pandemie aufzuklären, drohte China kurzerhand mit einem Handelsboykott gegen Australien.


Die Stimmung ist denkbar schlecht. Dementsprechend machen die großen englischsprachigen Mainstream-Medien und zahlreiche Politiker der englischsprachigen Staaten verbal mobil gegen Peking. Die Stimmung ist also nicht nur zwischen dem Weißen Haus und Peking angespannt: Die Tendenz deutet auf eine Verschärfung der internationalen Spannungen zuungunsten Chinas hin. Denn aus immer mehr Staaten kommen Schadensersatzforderungen und Rufe nach Aufklärung.

Außerdem wird immer häufiger die Forderung erhoben, die Handelsbeziehungen mit China zu überdenken und die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu reduzieren. Viele Politiker, insbesondere in den USA, fordern, die Industrieproduktion verstärkt aus China auszulagern und heimzuholen. Dies gilt besonders für Medizin- und Pharmaprodukte.

Sven von Storch

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