Washington hat 28 regierungsnahe chinesische Firmen, Handelsunternehmen und Organisationen auf eine Boykott-Liste gesetzt. Mit diesen Unternehmen solle nicht mehr kooperiert werden [siehe Berichte »n-tv«, »Deutsche Welle«].
Zu den betroffenen Unternehmen gehören auch ein namhafter Hersteller von Überwachungskameras und High-Tech-Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Begründet wird das Vorgehen damit,dass sie bei der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China mithelfen.
Die Uiguren sind die dominierende Bevölkerungsgruppe ist der westchinesischen Provinz Xinjiang. Sie sind Muslime und sprechen eine Turksprache. Die chinesische Regierung geht rigoros gegen uigurische Unabhängigkeitsbewegungen und islamistische Organisationen in Xinjiang vor. Durch das Projekt der »Neuen Seidenstraße« wird diese Provinz immer wichtiger für die chinesische Wirtschaft.
Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung in Peking immer wieder vor, die Uiguren ethnisch und gesellschaftlich zu unterdrücken und ihre Kultur auszulöschen [siehe Bericht »Al-Jazeera«]. Immer wieder gibt es Vorwürfe, dass Hunderttausende von Uiguren in Umerziehungslagern gefangen seien. Außerdem wird China vorgeworfen, Uiguren ethnisch zu säubern, indem uigurische Frauen zur Abtreibung gezwungen werden [siehe Bericht »The Independent«]. Außerdem gibt es Berichte über Zwangsheiraten, bei denen uigurische Frauen gezwungen werden, Han-Chinesen zu heiraten [siehe Bericht »Taiwannews«].


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