»Pocahontas gräbt das Kriegsbeil aus«, titelte »Welt-Online«. Die Demokratin Elizabeth Ann Warren will den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump bei der nächsten Wahl herausfordern.
Die Möchtegern-Indianerin
Warum »Pocahontas«? Weil Elizabeth Warren – wohl fälschlicherweise – offiziell angeben hatte, indianische Vorfahren zu haben. Kritiker werfen ihr vor, auf diese Weise ihre Karriere befördert zu haben. In einem Artikel des »Fordham Law Review« aus dem Jahre 1997 wurde sie als »Harvard Law Schools« »erste farbige Frau« (»first woman of color«) bezeichnet. Doch weder der Blick ihn ihre nachweisbaren Ahnen noch ihr Aussehen verraten irgendwelche indianischen Vorfahren. Sie ist offensichtlich europäischer Abstammung durch und durch.
Sie findet Multikulti ganz toll und kritisiert Trumps Einwanderungspolitik
Die 69-jährige Politikerin Warren war nach ihrem Studium in Washington und Houston (Texas) zunächst als Logopädin an einer Grundschule, später als Dozentin an der University of Texas at Austin und an der University of Pennsylvania, zuletzt als Jura-Professorin in Harvard tätig gewesen.
Dann ging sie in die Politik und wurde Senatorin von Massachusetts. Unter US-Präsident Barack Obama verteidigte sie dessen Gesundheitsreformen.
In letzter Zeit war sie als lautstarke Trump-Kritikerin aufgefallen. Elizabeth Warren setzt sich für eine »offene Gesellschaft« und den »Schutz von Minderheiten« ein. Sie befürwortet eine offene Migrationspolitik und engagiert sich für Feminismus und Gender-Gerechtigkeit. Trumps Mauerpläne hat sie scharf kritisiert. Den derzeit regierenden US-Präsidenten bezeichnete sie als »rassistischen Mobber«.
2020 will sie in den Ring treten [siehe Berichte »Tagesschau«, »Handelsblatt«]. Doch zuvor muss sie noch das Rennen gegen die anderen Kandidaten der Demokraten bestehen. Dort ist nicht auszuschließen, dass vielleicht sogar Hillary Clinton noch ein (letztes?) Mal ihren Hut in den Ring wirft.


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