»Wall Street Journal« gegen deutschen Bundeskanzler: Er sei ein Hindernis!

US-Eliten sauer auf Scholz, weil er bei den Panzern zögerte

Er sei der falsche Politiker für die »Zeitenwende«. Die US-Zeitung »Wall Street Journal« fordert mehr Waffeneinsatz von Deutschland. Dabei ist klar: Größter Profiteur des Chaos in Europa sind die USA. Die Rechnung bezahlen die deutschen Steuerzahler.

Das Magazin der US-Finanzeliten, das »Wall Street Journal«, schimpft in eiskalten Worten über Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), weil dieser bei den Panzerlieferungen gezögert hatte [siehe hierzu Bericht »BILD«].

Dabei hatte Scholz erklärt, dass er die Zusage zu den Leopard-Panzer-Lieferungen von den USA abhängig macht. Wenn die USA ihre M1-Abrams-Kampfpanzer liefern, dann werde Deutschland die Lieferung der Leopard-2A6-Kampfpanzer freigeben. So einfach war der Sachverhalt.

Doch laut Meinungs-Artikel des »Wall Street Journal« sei Olaf Scholz eine Enttäuschung, weil er sich nicht an die Vorgaben der »Zeitenwende« halte, die von Deutschland militärisch, finanziell und rüstungs-technisch mehr Einsatz und NATO-Engagement fordert. Die Deutschen, so der Vorwurf, hätten »die abscheuliche Geschichte ihres Landes als eine Art Tarnmantel genutzt, wenn Verbündete nach mehr militärischer Zusammenarbeit riefen.« Da stellt sich die Frage, wie bewertet wird, dass die USA mit ihren Lieferungen mindestens ebenso lange zögerten?

Bei aller Kritik: In der jetzigen Frage von Krieg und Frieden ist es besser, einen zögerlichen Olaf Scholz als Kanzler zu haben, als einen transatlantischen Falken wie Friedrich Merz (CDU) oder Annalena Baerbock (Grüne), die uns womöglich längst in ein ernstes Kriegszenario manövriert hätten. Ihre Aussagen sprechen Bände.

Klar ist, dass die USA der größte wirtschaftliche Profiteur der politischen Entwicklungen in Europa sind. Sie liefern den Staaten gegen Geld neue Waffen, weil diese ihre alten an die Ukraine abgeben. Ein Riesengeschäft für die Rüstungsindustrie und Geschäftemacher in Übersee! Hinzu kommt das Geld aus dem Verkauf des Fracking-Erdgases, das verflüssigt als LNG teuer an Deutschland verkauft wird, weil wir vom russischen Gas abgeschnitten wurden.

Für die USA ist der Russland-Ukraine-Krieg eine wirtschaftliche Goldgrube, für Deutschland ein wirtschaftliches Desaster. Wir leiden unter der Inflation, Energiekrise, Erdgas-Mangel und darunter, dass der deutschen und europäischen Wirtschaft der Zugang zu den reichen Ressourcen Russlands vorenthalten wird. Und die deutschen Steuerzahler müssen den Krieg in der Ukraine finanzieren.

Sven von Storch

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