In Frankreich haben sich Verhältnisse wie in den Städten der USA entwickelt. In den Vororten der Großstädte haben sich Ghettos mit Parallelgesellschaften ausgebreitet. Es wird Hass auf den Staat und die französische Gesellschaft verbreitet. Die sozialen Spannungen nehmen zu. Im Fokus sind vor allen Dingen Migranten-Milieus mit Herkunft aus Westafrika, dem Maghreb (Marokko, Algerien, Tunesien) und dem Nahen Osten. Wann immer die Polizei härter vorgeht, kommt der Vorwurf des Rassismus auf. Wenn die Polizei einen tragischen Fehler macht, kommt es zu Gewalteskalation.
Nun war es am Dienstagmorgen in einer Banlieue-Siedlung in Paris-Nanterre zu einem solchen tragischen Vorfall gekommen [siehe Bericht »Cicero«]. Ein 17-Jähriger wurde bei einer Polizeikontrolle erschossen. Es kam daraufhin zu Unruhen, Aufständen, Randale und Brandstiftungen, zuerst in Nanterre, dann auch in anderen Städten Frankreichs. Es wurden Autos, Mülltonnen und sogar eine Schule in Brand gesetzt [siehe Bericht »Welt«]. Es wurden öffentliche Gebäude beschädigt, zwischen den Hochhäusern Barrikaden errichtet, um die Feuerwehr an der Durchfahrt zu hindern [siehe Bericht »SRF«].
Auch am nächsten Tag gingen die Krawalle weiter. Es wurden Lastwagen, Baumaschinen und sogar eine S-Bahn in Brand gesetzt [siehe Bericht »n-tv«]. Es kursieren im Internet Bilder von Unruhestiftern, die auf der Straße mit Sturmgewehren herumschießen [siehe Aufnahmen HIER].
Es wird klar: Der französische Staat hat die Kontrolle und das Gewaltmonopol in den Vororten vieler Großstädte verloren. Clans und Banden haben das Kommando übernommen. Daher gibt es seit Jahren immer wieder und mit steigender Frequenz Aufstände und Gewalt.


Add new comment