Im Irak brodelt es wieder, besonders in der Region um Bagdad und Nadjaf sowie im Süden des Landes in Basra. Zwar ist der sogenannten »Islamische Staat« (IS) besiegt und der Bürgerkrieg weitgehend beendet. Doch die Lage ist nach wie vor prekär. Vor allen Dingen bedrückt die Menschen dort die wirtschaftliche Perspektivlosigkeit. Die hohe Arbeitslosigkeit, die wachsenden Lebenshaltungskosten und die geringen Ressourcen machen den Menschen zu schaffen, obwohl das Erdölgeschäft boomt. Mancherorts wird spekuliert, ob es demnächst zum Putsch gegen die aktuelle Regierung kommen könnte.
Besonders betroffen sind die schiitischen Landesteile wie die Provinz und Stadt von Basra. Mancherorts waren die Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften so groß, dass scharfe Munition eingesetzt wurde. Es soll mindestens zwei Tote gegeben haben.
Es ist nicht auszuschließen, dass diesen Aufständen wieder neue Migrationswellen folgen. Da der Staat rigoros gegen Demonstranten vorgeht, könnte dies für einige ein Anlass zur Flucht aus dem Land sein. Die Sicherheitslage im Irak ist jedenfalls angespannt.


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