Weil die Getreide-Exporte aus der Ukraine und Russland wegfallen:

UNO befürchtet bei langem Krieg Hungersnot in vielen Ländern

Wenn der Krieg zwischen Russland und der Ukraine noch länger andauere und durch die Sanktionen und Zerstörungen kein Getreide exportiert werden kann, droht in vielen Ländern der Erde eine Hungersnot, warnt die UNO.

Russland und die Ukraine sind wichtige Exporteure für Getreide, vor allem Weizen. Wenn diese Länder längerfristig im Krieg stehen, könnte dies zu Nahrungsmittelengpässen auf dem Weltmarkt und zu enormen Preissteigerungen führen, die Millionen Menschen weltweit in die Hungersnot führen könnten.

In Bezug auf die Ukraine ist vor allem bedenklich, dass durch die Kampfeshandlungen, die Zerstörungen der Felder und die nicht vorhandenen Möglichkeiten zur rechtzeitigen Aussaat sowie der Belagerung der Häfen die Möglichkeiten genommen werden, ausreichend Getreide für den Export bereitzuhalten.

In Bezug auf Russland ist vor allem bedenklich, dass das Land durch die Sanktionen und Embargos vom Weltmarkt abgeschnitten wird und zusätzlich zur Versorgung der eigenen Bevölkerung Vorräte angelegen wird, so dass das Land ebenfalls keine ausreichenden Mengen Getreide exportieren kann.

Damit wird es auf dem Weltmarkt zu Verknappungen und Preissteigerungen kommen, die in vielen Ländern der Dritten Welt und in vielen Schwellenländern zu Hungersnöten führen können.

Daher hat jetzt die UNO eine Warnung ausgesprochen. »Je nach Dauer des Krieges könnten zwischen 33 und 47 Millionen Menschen zusätzlich in Hunger und Armut abrutschen«, erklärte der Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) in Deutschland, Martin Frick, gegenüber der Presse.

Sven von Storch

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