Uni will neuen Hinweisen nachgehen

Universität lässt nun doch Dissertation von Brosius-Gersdorf untersuchen

Erst hatte die Uni Hamburg keinen Bedarf gesehen. Nun wird ihre Doktorarbeit doch noch genauer untersucht. Auch Schriften ihres Ehemannes werden näher unter die Lupe genommen.

Freie Welt

Es ist nicht mehr so offensichtlich wie damals bei Guttenberg. Immer häufiger werden Doktorarbeiten mit einer Penibilität untersucht und Vorwürfe in den Raum gestellt, die über das Ziel hinausschießen und am Ende zu nichts führen (wie beim zurückgewiesenen Vorwurf gegen Dr. Alice Weidel).

Trotzdem: Kaum eine Personalie in Deutschland ist derzeit so umstritten wie die Kandidatur von Frauke Brosius-Gersdorf. Daher steigt auch der Druck. Denn eine Richterin am Bundesverfassungsgericht sollte über jeden Zweifel erhaben sein. Schließlich werden dort grundlegende Richtungsentscheidungen getroffen.

Wie die »Welt« berichtete, habe die Universität Hamburg wohl Hinweise erhalten, die nun dazu führen, dass die Doktorarbeit von Brosius-Gersdorf von der Uni nun noch offiziell genauer unter die Lupe genommen wird.

Ebenfalls unter die Lupe genommen werden Schriften ihres Ehemannes, der ebenfalls Jura-Professor ist. Es gibt dabei wohl Ähnlichkeiten in den Werken beider, die auf wechselseitige Übernahmen schließen lassen könnten.

Sven von Storch

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