USA, Russland und Großbritannien enthielten sich, legten aber kein Veto ein

UN-Resolution fordert von Israel bei Gaza-Operation humanitäre Pausen

Der Weltsicherheitsrat fordert in einem Beschluss »dringende und ausgedehnte humanitäre Pausen«. Israel weist die Forderung des Weltsicherheitsrates zurück. Erst müsse die Hamas die Geiseln frei lassen.

Es waren lange Verhandlungen. Am Ende einigte sich der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen darauf, von Israel bei seiner militärischen Gaza-Operation »dringende und ausgedehnte humanitäre Pausen« einzulegen [siehe Bericht »n-tv«].

Insgesamt stimmten 12 der insgesamt 15 Ratsmitglieder für den Antrag. Die USA, Russland und Großbritannien enthielten sich, legten aber kein Veto ein. Dagegen stimmte keiner.

Israel weist diese Forderung dennoch zurück. Erst müsse die Hamas die Geiseln freilassen, heißt es umgehend aus Jerusalem.

Damit isoliert sich Israel auf der diplomatischen Ebene. Warum? Weil Resolutionen des UN-Sicherheitsrats völkerrechtlich bindend sind. Selbst die Unterstützung der USA fällt bei dieser Frage für Israel weg. Die internationale Öffentlichkeit und die Politiker der 15 Ratsmitglieder wollen eine humanitäre Katastrophe im Gaza-Streifen verhindern.

Israel hält dagegen, dass man sich bereits bemühe, so vorsichtig und bedacht wie möglich vorzugehen, dass aber die Zeit dränge, die Geiseln zu befreien. Außerdem ist Israel fest entschlossen, die Terrororganisation Hamas mit ihrer Infrastruktur zu zerstören. Für Israel ist die Hamas auf einer Stufe mit dem »Islamischen Staat« (IS/ISIS) anzusetzen.

Doch eine völlige Isolierung Israels auf der internationalen Bühne wird Jerusalem wenig nützen, zumal die Entscheidung des UN-Sicherheitsrates Wasser auf die Mühlen der islamischen Staaten ist.

Sven von Storch

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