LNG-Tanker bringen schmutziges Fracking-Gas aus den USA

Umweltschützer protestieren gegen LNG-Gas-Politik der Grünen

Statt günstiges russisches Erdgas aus der Pipeline bezieht Deutschland nun teures LNG, dass durch Fracking in den USA gewonnen wurde. Umweltschützer protestieren.

Das russische Erdgas aus Sibirien kann leicht gewonnen und in Pipelines eingespeist werden. Deutschland hat davon über viele Jahrzehnte profitiert. Selbst in den Zeiten des Kalten Krieges hat Deutschland günstiges Erdgas aus der Sowjetunion erhalten.

Nun soll LNG (Natural Liquified Gas) das russische Erdgas ersetzen. Dazu muss zum Beispiel Erdgas, das in den USA über teures Fracking gewonnen wurde, in speziellen Anlagen – wiederum teuer – verflüssigt werden, um dann auf Tanker geladen zu werden, die mit umweltschädlichen Schweröl angetrieben, das LNG nach Deutschland bringen, wo es dann aufwendig wieder umgewandelt werden muss. Das ist ein erhebliches Mehr an Aufwand, Umweltschäden und Kosten.

Dementsprechend ist auch ein Teil des grünen Klientels über die LNG-Politik der Grünen und der Ampel-Regierung entsetzt. Als das erste große LNG-Tankschiff am LNG-Terminal in Wilhelmshaven anlegte, gab es Proteste von Umweltschützern [siehe Bericht »n-tv«].

Die Deutsche Umwelthilfe kritisierte: »Dass Deutschland heute zum ersten Mal direkt Fracking-Gas aus den USA bezieht, ist kein Grund zur Freude, sondern ein historischer Tiefschlag für Klima- und Naturschutz.«

Sven von Storch

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