Obwohl 1948 viele Palästinenser nach Jordanien, Ägypten, Syrien und in den Libanon geflohen sind oder vertrieben wurden, ist die Bevölkerung Palästinas (Westbank und Gaza-Streifen) in den letzten Jahrzehnten massiv angewachsen.
Der Gaza-Streifen hatte um 1970 etwa 340.000 Einwohner. Und zu dieser Zeit gab es noch israelische Siedlungen dort. 1980 waren es rund 460.000.
Und obwohl es keine jüdischen Siedlungen mehr dort gibt, ist die Bevölkerung von 1,6 Millionen im Jahr 2012 auf 2,3 Millionen im Jahr 2022 angestiegen.
Wie kommt das? Wie kommt das rasante Bevölkerungswachstum zustande?
Die Geburtenrate ist im internationalen Vergleich sehr hoch. Rund die Hälfte der Bevölkerung ist unter 19 Jahre alt. Die Bevölkerungszahl verdoppelt sich bei der aktuellen Wachstumsrate etwa alle 15 bis 20 Jahre.
Das ist insofern bemerkenswert, weil ein großer Teil der Bevölkerung in den von der UNRWA verwalteten Flüchtlingslagern lebt.
Hier spielen religiöse, gesellschaftliche und ideologische Gründe eine Rolle. Palästinenser haben eine höhere Geburtenrate als Israelis. Das ist teilweise so gewollt. Die Kinder, besonders die Jungs, werden zum Teil paramilitärisch erzogen und mit Hass auf den Staat Israel indoktriniert.
Aus diesem Bevölkerungswachstum im Gaza-Streifen rekrutiert die Hamas ihre Kämpfer, von denen nicht wenige zu terroristischen Taten bereit sind, wie die jüngsten Massaker im Süden Israels gezeigt haben.
Daher kann man sagen, dass die Demographie als eine Art Waffe genutzt wird. Die hohe Geburtenrate der Palästinenser ist nicht nur ein Problem für Israel, sondern auch für den Libanon und Jordanien, wo die Palästinenser einen immer größeren Anteil der Bevölkerung stellen. Die meisten tragen die ideologischen Weltvorstellungen ihrer Eltern fort. Die Erinnerung an die al-Nakba, an die große Vertreibung von 1948, wird mit aller Kraft am Leben gehalten. Damit bleibt die Gefahr für Israel langfristig bestehen.


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