EU-Staaten überschätzen ihren Einfluss

Trumps stellt klar_ Europa erklärt mir nicht, was ich zu tun habe

Keir Starmer, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Ursula von der Leyen überschätzen ihre Bedeutung. Donald Trump weist sie in die Schranken.

Keir Starmer, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Ursula von der Leyen meinen wohl, großen Einluss auf Donald Trump zu haben und mit ihren Forderungen und Äußerungen den Präsidenten lenken zu können. Doch Trump lässt sich nichts vorschreiben, schon gar nicht von den Europäern.

»Europa erklärt mir nicht, was ich zu tun habe«

Während eines Interviews mit Journalisten in seinem Präsidenten-Flugzeug auf dem Weg zum Alaska-Gipfel erklärte US-Präsident Donald Trump: »Europa erklärt mir nicht, was ich zu tun habe« [siehe Video bei »n-tv«]. Es sei nichts in Stein gemeißelt und alles offen. Er wolle weiterhin auf einen Waffenstillstand hinarbeiten. Ihm sei es wichtig, dass das Töten endlich aufhört.

Europa hält sich für die Schutzmacht der Ukraine

Die Europäer, allen voran Friedrich Merz, Keir Starmer, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen, verhalten sich, als seien sie die Schutzmacht der Ukraine. Zumindest versuchen sie, diesen Eindruck zu vermitteln. Doch der entscheidende Faktor sind die USA.

London tut so, als gebe es noch das Britische Weltreich

London hält an seiner alten Politik der Russland-Eindämmung fest, als würde Großbritannien immer noch das globale geostrategische Schachspiel der Eindämmung aller eurasischen Mächte spielen können wie im 19. Jahrhundert. Doch das Vereinigte Königreich von heute ist nicht mehr das Empire von gestern.

Frankreich sieht Russland vor allem als Gegner in Afrika. Denn in vielen ehemaligen französischen Kolonien müssen die französischen Truppen und Fremdenlegionäre gegen russische Sölder kämpfen, die sich mit afrikanischen Milzen verbündet haben. Es geht vor allem um Uranvorkommen.

Friedrich Merz flüchtet sich auf die außenpolitische Bühne

Und in Deutschland versucht vor allem Friedrich Merz sich als Außenkanzler zu inszenieren. Dabei scheint es so, als wolle er vor den Problemen im eigenen Lande fliehen. Doch das wird ihm auf die Füße fallen. Die Mehrheit der Deutschen weiß sehr wohl, dass die Stimme von Merz im Gegensatz zu jener von Trump nur wenig Gewicht hat. Deutschland kann allenfalls als Zahlmeister auftreten, und zwar auf Kosten der Steuerzahler.

Aber auch Keir Starmer und Emmanuel Macron haben in ihren Heimatländern unter starkem Popularitätsverlust zu leiden. Die Flucht aufs außenpolitische Parkett wirkt wie eine Art Gesichtswahrung.

Am Ende werden Trump und Putin die entscheidenden Personen sein, die zu einem Ende des Krieges führen könnten.

Sven von Storch

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