Im Syrienkrieg hatten die USA mit verschiedenen Partnern eine Anti-IS(IS)-Koalition gebildet, deren Ziel es war, den Terror des sogenannten »Islamischen Staates« (IS/ISIS/DEASH) zu stoppen. Dazu gehört auch die Weitergabe von Informationen der Luft- und Satelliten-Aufklärung, so zum Beispiel von AWACS-Aufklärungsflugzeugen oder Drohnen, die über Syrien und den Nordirak kreisen. Die Türkei war als NATO-Mitglied schon vorher in das Informationsnetzwerk eingebunden.
Doch nun ist Schluss damit. Donald Trump zeigt Recep Tayyip Erdogan die rote Karte. Die USA verweigern der Türkei die Weitergabe der Aufklärungs- und Operationsdaten [siehe Berichte »n-tv«, »Tagesspiegel«]. Die Türkei nehme auch nicht mehr an Planungskonferenzen der Anti-IS(IS)-Koalition teil, heißt es.
Damit ist die Türkei praktisch kein vollwertiges Mitglied der NATO mehr, denn sie ist vom Informationsaustausch zumindest teilweise ausgeschlossen. Da stellt sich die Frage, wie es mit der NATO und der Türkei weitergehen soll, wenn die Spannungen zwischen Ankara und Washington zunehmen.


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