Netanyahu fordert Militärschlag, Trump lehnt ab
Premierminister Benjamin Netanyahu forderte in einem 40-minütigen Telefonat am Montag US-Präsident Donald Trump auf, die Nuklearverhandlungen mit Iran zu stoppen und Israel einen Angriff auf iranische Atomanlagen zu erlauben. Trump lehnte ab.
Das berichteten die Zeitungen »Times of Israel« und »Haaretz«. Außerdem forderte Trump von Netanjahu, dass er das Thema in naher Zukunft nicht mehr öffentlich diskutieren soll.
USA priorisieren Verhandlungen
Trump betonte, die USA hätten Iran ein »vernünftiges Angebot« gemacht und erwarten bald eine Antwort. Weitere Gespräche sind für Sonntag in Maskat (Oman) geplant. Er will keine Urananreicherung erlauben: »Sie werden nicht anreichern«, sagte Trump.
Sicherheitsberatung in Israel
Netanjahu brach seine Zeugenaussage im Korruptionsprozess ab, um mit Trump zu sprechen, und beriet danach mit Sicherheitsministern wie Itamar Ben Gvir und Israel Katz über die Iran-Frage. Er beauftragte Mossad-Chef David Barnea, US-Gesandten Steve Witkoff zu treffen.
Diplomatische Hoffnungen
Trump sagte, die USA wollten »Zerstörung und Tod« vermeiden. Iran bezeichnete das US-Angebot als »inakzeptabel«, plant aber eine Gegenofferte. Die Verhandlungen bleiben schwierig, da Iran an der Urananreicherung festhält.
Gaza und Koalitionskrise
Trump erwähnte Irans Rolle bei den festgefahrenen Gaza-Geiselgesprächen, ohne Details.
Netanjahu sieht eine »historische Chance«, die Problematik in Gaza endgültig zu beenden, befürchtet aber Widerstand in den eigenen Reihen.


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