Nach wechselhaften Verhandlungen und Verhandlungsabbrüchen sind Nordkorea und die USA nun wieder einen Schritt aufeinander zugegangen. Am Rande des G20-Gipfels in Japan und eines Arbeitsbesuchs in Südkorea hat US-Präsident Donald Trump zu Fuß die Grenze zu Nordkorea überquert, wo ihn der nordkoreanischen Staats- und Parteichef Kim Jong-un begrüßte [siehe Bericht »Welt-Online«, »FAZ«]. Beide Staatsmänner gingen ein Stück des Weges miteinander und vereinbarten, die Atomverhandlungen und auch Verhandlungen zu anderen Themen wieder aufnehmen zu wollen. Trump erklärte außerdem, dass er daran denke, Kim Jong-un ins Weiße Haus einzuladen.
Man fragt sich: Warum gibt es Nordkorea überhaupt noch? Es ist sind einzig und allein Russland und China, die die Existenz Nordkoreas garantieren. China hatte beim Koreakrieg in den 1950ern die US-Truppen zurückgedrängt und einen Waffenstillstand erzwungen, der zur Teilung des Landes geführt hatte. Heute wird – trotz aller internationalen Sanktionen – Nordkorea als Staat und Gesellschaft weiterhin am Leben gehalten. Dies gelingt hauptsächlich über den Handel mit China, dass das Regime in Pjöngjang am Leben erhält. Nordkorea exportiert wichtige Rohstoffe wie zum Beispiel die seltenen Erden. China liefert im Gegenzug Industrieartikel und Lebensmittel.


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