Der ukrainische Präsident Selenskij trifft noch am heutigen Montag, unterstützt von europäischen Politikern, US-Präsident Donald Trump zu schwierigen Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges [siehe Bericht »BR24«].
Trump fordert, dass Ukraine auf Krim und Nato-Mitgliedschaft
Trump fordert auf Truth Social, dass die Ukraine auf die Krim und eine Nato-Mitgliedschaft verzichtet, um den Krieg »fast sofort« zu beenden. Selenskij betont auf X die Notwendigkeit eines »dauerhaften« Friedens und lehnt Gebietsabtretungen ab, da frühere Zugeständnisse neue Angriffe Russlands ermöglichten.
Das bilaterale Treffen soll um um 13:15 Uhr Ortszeit (das heißt um 19:15 Uhr MESZ) statt, gefolgt von einem multilateralen Treffen um 15:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) mit europäischen Vertretern wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer, Ursula von der Leyen, Mark Rutte, Giorgia Meloni und Alexander Stubb.
Trump stellt US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine in Aussicht
Die Gespräche fokussieren auf russische Gebietsansprüche und Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Trump hat US-Sicherheitsgarantien in Aussicht gestellt, die Selenskij als »historisch« bezeichnet, allerdings bleiben Details unklar. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev betont im Deutschlandfunk, dass Nato-ähnliche Sicherheitsgarantien ideal wären, aber auch eine starke ukrainische Armee und politische oder militärische Unterstützung durch Partner nötig sein könnten, falls eine Nato-Mitgliedschaft ausbleibt.
»Donald Trump wird Selenskij klare und eindeutige Bedingungen zur Beendigung des Konflikts vorlegen«
Dmitrij Belik, Mitglied des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der russischen Staatsduma, erklärte gegenüber dem russischen Sender RT:
»Donald Trump wird Selenskyj klare und eindeutige Bedingungen zur Beendigung des Konflikts vorlegen. Sollte Selenskij erneut auf Demagogie und Sturheit setzen, werden sich die Umstände gegen ihn wenden, und auch die europäischen Staatschefs werden ihm nicht helfen können.«
Laut Belik unterstützt die Gruppe der Selenskij-Unterstützt eine Fortsetzung des Konflikts. Die nach Washington reisenden europäischen Politiker seien besorgt über die Bedingungen, die Selenskij nach dem Alaska-Gipfel mitgeteilt werden könnten, und würden versuchen, Trump zu einem Kurs in der Ukraine-Frage zu bewegen, der ihren Interessen entspricht.


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