Zuckerbrot und Peitsche

Trump bietet Nordkorea Gespräche an, schickt gleichzeitig zwei Großbomber in die Krisenregion

Die Lage bleibt heikel. Donald Trump hatte sich demonstrativ zu Gesprächen mit Kim Jong-Un bereit erklärt. Gleichzeitig schickte er zwei große Bomber in die Krisenregion. China nimmt bereits Abstand von Nordkorea.

Freie Welt

Zwei gigantische B1-B Lancer-Bomber der US-Air Force vollführten ihre Übungen an der koreanischen Grenze. Diese Bomber sind in der Lage, Atombomben zu tragen und abzuwerfen. Wie Fox News mit Bezug auf Reuters meldete, warnte die nordkoreanische Führung vor einer nuklearen Eskalation, falls die Provokationen voranschreiten sollten.

Ebenfalls berichteten Fox News und die New York Times, dass Donald Trump dem nordkoreanischen Präsidenten angeboten habe, ihn persönlich zu Gesprächen zu treffen. Das ist ein geschickter diplomatischer Schachzug, nach dem Motto: Zuckerbrot und Peitsche.

China hat inzwischen Abstand zu Nordkorea genommen, wie Focus-Online berichtete. Man spricht in Peking nicht mehr vom engen Verbündeten, sondern vom "latenten Feind". Auch das ist ein diplomatisch geschickter Schachzug: China will nicht mit Nordkorea in den Kriegsstrudel hineingezogen werden.

Die Raketentests und Atomtests der Nordkoreaner werden in Peking mit Unbehagen aufgenommen. Außerdem hat China in den letzten drei Jahrzehnten intensive Wirtschaftsbeziehungen zu Südkorea aufgebaut.

 

 

Sven von Storch

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