Schaden die Sanktionen den Europäern mehr als Russland?

Trotz Sanktionen: Russland exportiert mehr Erdöl als vor dem Ukrainekrieg

Die Sanktionen der EU gegen Russland haben nicht dazu geführt, dass Russland weniger Erdöl verkauft als vor dem Ukrainekrieg. Nur die Abnehmer sind andere. Nun sind es vor allem China, Indien und Erdogans Türkei, die vom günstigen russischen Erdöl profitieren.

Wladimir Putin und ein Öltanker


Man wollte Putin den Geldhahn abdrehen. Mit dieser Begründungen hatten die EU- und NATO-Staaten gegen Russland Sanktionen verhängt. So sollte erreicht werden, dass Russland weniger Geld für Waffen und Krieg hat.

Doch was ist tatsächlich passiert? Europa hat sich ins eigene Fleisch geschnitten. Denn die europäischen Staaten haben sich vom günstigen Erdöl und Erdgas aus Russland gelöst. Stattdessen müssen teurere Alternativen aus Übersee herangezogen werden.

Jetzt geht das russische Öl nach Indien, China und in die Türkei: Europa geht leer aus

Und was hat es gebracht? Russland exportiert derzeit mehr Erdöl als vor dem Beginn des Ukrainekrieges. In Zahlen: Die Erdölexporte sind 6 Prozent höher als 2021 [siehe Bericht "n-tv"]. Der Unterschied ist, dass nicht mehr die Europäer von den günstigen Ressourcen profitieren, sondern eben Indien, China und die Türkei. 

Russische Exporteinnahmen sollen gesunken sein, dafür sind aber die Energiekosten für Europa gestiegen

Zwar sollen die Einnahmen etwas gesunken sein, weil Indien, China und die Türkei nicht so viel zahlen wie die Europäer. Aber das Ziel der EU/NATO-Sanktionen, nämlich Russland vom Export abzuschnüren, ist gescheitert. 

Trotzdem will die EU die Sanktionen mit Verweis auf den Umsatzrückgang als Erfolg verbuchen. Doch wie sieht es mit der Gegenrechnung aus? Ist der finanzielle Schaden für Russland größer? Oder für die EU, die Erdöl und Erdgas nun teurer aus Übersee einkaufen muss?

Die entscheidende Fragen lauten: Hat die EU sich selbst mehr geschadet als Russland? Haben die Sanktionen der Ukraine zum Sieg verholfen oder Frieden gebracht? – So wie es aussieht, ging die Rechnung bislang nicht auf.

Sven von Storch

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Kommentare

"Schaden die Sanktionen den Europäern mehr als Russland"?

Den globalistischen Initiatoren dieser Sanktionen dürfte das egal sein. Hauptsache sie schaden beiden und dienen ihrer menschenverachtenden Weltmachtpolitik.

Und auch der scheinbar so europafreundlichen Trump-Regierung paßt das gut, denn man kann teures Fracking-Gas nach Europa verkaufen und schwächt gleichzeitig die europäische Konkurrenz zugunsten der US-Industrie.

Da ziehen doch mal die US-Schattenregierung und die US-Regierung an einem Strick und ihre feigen Europa-Marionetten nicken unterwürfigst alles ab.

Ähnlichkeiten mit der US-Politik hinsichtlich Rüstung und Unterstützung der Ukraine wären natürlich reiner Zufall ...

 

[Zitat: Anti-Spiegel]     Die Leiterin des Auswärtigen Dienstes der EU Kaja Kallas bestätigte ihrerseits, dass das Verbot von Öltransportdienstleistungen anstelle einer Ölpreisobergrenze eingeführt wird. Laut Kallas wird die schwarze Liste auch russische und ausländische Energieunternehmen, Tanker- und Hafenbetreiber umfassen. Die EU beabsichtigt, die Erbringung von Serviceleistungen für russische Eisbrecher und LNG-Tanker zu verbieten. ----------

Bedeutet, diese Eingriffe auf internationalen Handelswegen gegen Staaten ist nicht nur Piraterie, es ist eine Willkürmaßnahme einer nicht anerkannten EU-Regierungssimulation, die über ihre Formate G7 beteiligte EU-Länder dazu zwingt, per Gewaltanwendung die russischen Tanker festzusetzen. ...

Dies betrifft nach Auflistung 640 Schiffe [Anti-Spiegel] 

Der Tag der Gültigkeit dieser Maßnahmen - 20.Sanktionspaket - wäre wohl heute ab 24.02.26. Da es sich bei den Schiffen um russisches Staatseigentum handelt, könnte es auch zu Verteidigungsmaßnahmen Seitens der RF kommen. Der Kipppunkt zum offenen Krieg hätte somit die EU ausgelöst. Es sei denn, auch hier kuscht die RF und ordnet sich dem Diktat einer irren selbsternannten EU-Regierung unter. Würde bedeuten, Schritt für Schritt wird somit Russland an die Wand gedrückt und dann hat dieser "Kanzler" Merz recht, wie er sagte: "Es dauert nicht mehr lange und wir haben die Russen besiegt" Davon aber mal abgesehen, dass sich dann die EU für alle Zeit selbst schädigt, sollte m.E. sollte in so einem Fall die RF energisch u. restriktiv gegen die Handlungsgebaren solcher Piraterie vorgehen - de-facto mit Waffengewalt. Und, die Länder, die dieses irre 20.Sanktionspaket umsetzen sollen, auch Deutschland, ab dann spüren, dass sie das bekommen was sie wollten. 

Die EU-Kriminellen, unter v.d.Leyen und Kallas, sollten die passende Antwort bekommen.

 

 

Zitat : Trotz Sanktionen: Russland exportiert mehr Erdöl als vor dem Ukrainekrieg..

Man nennt das Sanktionen ,weil das Erdöl was davon in Deutschland ankommt ist vermutlich drei mal um die Welt geflossen und wird über andere Länder zum Zehnfachen an D. verkauft . In Finanzkreisen nennt man das umweltsichere Finanzanlage mit Sondervermögenszinsen !

Beste Anlage im besten Täuschland wo gibt !

 

Ekkehardt Fritz Beyer

25.02.2026 | 09:06

... „Die Sanktionen der EU gegen Russland haben nicht dazu geführt, dass Russland weniger Erdöl verkauft als vor dem Ukrainekrieg. Nur die Abnehmer sind andere.“ ...

„Ja, russisches Erdöl ist trotz westlicher Sanktionen aufgrund des Ukraine-Krieges weiterhin weltweit gefragt, wobei sich die Abnehmerstruktur drastisch verschoben hat. Russland gehört weiterhin zu den größten Produzenten und Exporteuren weltweit, verlässt sich nun aber primär auf Märkte in Asien.“ ... https://www.google.com/search?q=russisches+erd%C3%B6l+ist+weltweit+gefragt&sca_esv=82030d20fc0d5849&source=hp&ei=PJqeab-RDanT9u8PlZbI4AI&iflsig=AFdpzrgAAAAAaZ6oTMTJWKoFcZkHQcTEFkGoEj7yNBMi&ved=0ahUKE…

Ist das nicht auch ein Grund dafür, dass sich längst auch eine Westalgie verbreitet? https://rumble.com/v767dyc-modephnomen-westalgie-die-sehnsucht-nach-der-guten-alten-brd.html

Scheinbar aber auch wegen unseres(?) Kanzlers!!! https://www.youtube.com/watch?v=zDYeLyEUNQw

Allerdings: Weilt dieses Friederich aktuell nicht auch mit dem Vorsatz in China, in Sachen Taiwan und seinem Mutterland darauf zu dringen, dass zusammenwächst, was zusammengehört??? https://www.tagblatt.ch/international/dritter-weltkrieg-schon-2027-experte-warnt-vor-taiwan-konflikt-ld.4126427

Ehrlich gesagt bewundere ich Rußland nun doch ein wenig. Es hält sich auf seine Weise trotz der Sanktionen gut, auch wenn man bedenkt, daß nach einem Blick auf die Landkarte die NATO Rußland bedroht und nicht Rußland die NATO.

(Aber diese Lesermeinung wird vermutlich wieder zensiert werden!)

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