Der ehemalige Premierminister Tony Blair empfiehlt dem amtierenden Preminierminister Keir Starmer, möglichst offensiv, effektiv und schnell die Digitalisierung der Verwaltung, der Bürokratie und der Sicherheitsbehörden voranzubringen. Das berichtete die Zeitung »The Sunday Times«.
Tony Blair vertritt die Ansicht, dass alle Bürger mit einer digitalen ID, also mit einem digitalen Personalausweis ausgestattet werden sollen. Auf diese Weise könne man die Behörden effizienter machen, aber auch die Kriminalität besser bekämpfen, Asylmissbrauch und Sozialleistungsmissbrauch verhindern oder illegale Migranten identifizieren.
Am Ende geht es um um die Bekämpfung der »Populisten« rund um Nigel Farage
Damit würde man den »Populisten« den Boden entziehen, behauptet Blair. Und mit »Populisten« meint Blair die Bewegung rund um Nigel Farage und dessen Reformpartei. Denn diese Partei würde diese Themen (Kriminalität, illegale Migration, Asyl-Missbrauch, Sozialleistungs-Missbrauch) ausnutzen, um auf populistische Weise Stimmung zu machen, behauptet er.
Blair meint, dass die Bürger nichts dagegen hätten, Privatsphäre zugunsten von Effizienz zu opfern. Er sagt es nicht wörtlich, aber im Grunde scheint er das chinesische Modell der Überwachung zu meinen. Denn Blair redet auch den vielen Überwachungskameras mit Gesichtserkennung das Wort.
Was Tony Blair nicht verrät: Mit seinen Vorstellungen geht eine Überwachung und Zensur der Menschen sowohl im Netz als auch auf der Straße einher. Schon jetzt sind viele Briten über die Zensur und Überwachung verärgert und fühlen sich in ihren Grundrechten und Freiheiten eingeschränkt.
Am Ende könnte Großbritannien ein totalitärer Überwachungsstaat wie die Volksrepublik China werden. Ob die Briten das mehrheitlich wollen?


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