Gasmangel: Bei einem kalten Winter könnte es zu einer erhöhten Sterberate kommen

The Economist_ Strom- und Gasmangel könnte rund 185.000 Europäern das Leben kosten

Kälte und Strommangel kann tödlich sein. Anhand von Statistiken hat das britische Magazin »The Economist« nachgerechnet, dass die Energiekrise bei einem kalten Winter vielen Europäern das Leben kosten kann, vermutlich mehr als direkt im Ukrainekrieg sterben.

Hitze- und Kältewellen fordern immer eine gewisse Anzahl von Todesopfern. Auch Strommangel und Stromausfälle führt zu einer Erhöhung der Todesrate. Menschen erfrieren, Krankenhäuser können schlechter behandeln, Rentner können nicht heizen, Stromausfälle führen zu Unglücken und Unfällen. Das ist alles bekannt und zeigt sich Jahr für Jahr in den Statistiken.

Vor dem Krieg lieferte Russland rund 40 bis 50 Prozent des Erdgases, das Europa für seine Versorgung braucht. Seit dem Sommer sind diese Lieferungen auf ein Minimum zurückgegangen. Die Preise sind in die Höhe geschossen. Die Folgen sind für viele Menschen existenziell.

Das britische Magazin »The Economist« hat nun nachgerechnet, dass die Energiekrise bei einem kalten Winter mehr Todesopfer fordern könnte als der Ukrainekrieg selbst. In diesem Winter könnten es bis zu 185.000 Menschenleben sein [siehe Berichte »The Economist« und »Weltwoche«].

Natürlich versucht man beim »Economist« Putin die Schuld in die Schuhe zu schieben und Russland eine neue Art der hybriden Kriegsführung vorzuwerfen. Doch es sind nachweislich die Europäer, die sich selbst mit Sanktionen von russischen Energielieferungen abgekoppelt haben.

Sven von Storch

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