»Schwerste Menschenrechtsverletzung«

Tausende demonstrieren in Berlin gegen Abtreibung und Sterbehilfe

Rund 4500 Teilnehmer fanden sich vergangenes Wochenende beim Marsch für das Leben in Berlin ein. Von Kind bis zum Senioren waren alle Altersgruppen auf der Demonstration vertreten. Vertreter aus Politik und Kirchen schickten Grußworte.

»Abtreibung ist Unrecht«, »No children, no future« oder »Jedes Kind will leben« war auf den mehrheitlich grünen Transparenten und Schildern der Demonstranten zu lesen. Dieses Jahr fand der traditionelle Berliner Marsch zum 17. Mal statt. Trotz strenger Hygieneauflagen wie Masken- und Abstandspflicht und einer hohen Polizeipräsenz hatten sich über 4500 Menschen aus ganz Deutschland am Brandenburger Tor eingefunden, um friedlich gegen Abtreibung und Sterbehilfe zu demonstrieren.

Auch mehrere Vertreter aus Kirche, Politik und kirchlichen Medien wie die katholischen Bischöfe Wolfgang Ipolt, Rudolf Voderholzer sowie der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Ekkehart Vetter zeigten Präsenz. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzung, schickte ein Grußwort, ebenso wie Christine Lieberknecht, die frühere Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen. In seiner Podiumsrede bezeichnete Helmut Matthies, Theologe und ehemaliger Leiter des evangelischen Nachrichtendienstes Idea, Abtreibungen als »schwerste Menschenrechtsverletzungen im letzten Vierteljahrhundert«.

Gesteigerte Bedeutung kommt der Lebensschutz-Demonstration zu, weil sie in diesem Jahr gut eine Woche vor der Bundestagswahl stattfand. Nahezu sämtliche im Bundestag vertretene Parteien sprechen sich für eine Legalisierung von Abtreibung aus – bis auf CDU/ CSU und AfD. Grüne, Linke sowie SPD fordern gar, Abtreibung nicht nur vollständig zu legalisieren, sondern die Tötung der Ungeborenen zu einem kostenfreien Angebot der »Gesundheitsfürsorge« zu machen. Damit würde Abtreibung zur offiziellen Staatsaufgabe.

Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz

Sven von Storch

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