Wie konnten unsere Behörden nur so schlafen?

Taliban-Funktionär hielt Rede in Köln_ Nur 7 km vom Amt für Verfassungsschutz entfernt

Der Auftritt des afghanischen Taliban-Funktionärs Abdelbari Omar, Direktor des Ministeriums für Arzneimittel und Lebensmittel, am Donnerstagabend im Kölner Stadtbezirk Chorweiler, sorgt für Empörung. Die deutschen Behörden haben nichts gewusst.

Wie kann ein afghanischer Taliban-Minister einfach so nach Deutschland einreisen und dann in einer Ditib-Moschee in Köln eine radikal-fundamentalistische Rede zum Thema Islamisches Emirat halten, nur sieben Kilometer vom Bundesamt für Verfassungsschutz entfernt, wo Herr Thomas Haldenwang seinen Dienstsitz hat?

Und die Behörden haben nichts mitbekommen! Sie wussten nichts von seiner Einreise, obwohl zehn Tage zuvor seine Reise nach Europa in den sozialen Medien ankündigt wurde. Auch hatte der ihn einlandende islamische Kulturverein hatte seine Rede auf der Facebookseite angekündigt. Dass er in Europa weilte, war spätestens dann klar, als er sich mit dem niederländischen Gesundheitsminister ablichten ließ.

Auch das Bundesministerium des Innern und für Heimat hatte nach eigener Aussage im Vorfeld keine Kenntnis von dem besagten Auftritt.

Wie die BILD-Zeitung berichtete, fuhr er sogar mit einem auffälligen weißen BMW mit aufgeklebter Talibanflagge zur Veranstaltung.

Ihm war es wohl möglich gewesen, weil er in den Niederlanden auf einer Veranstaltung der WHO in Den Haag als afghanischer Arzneimittelminister teilgenommen hatte und dann von dort einfach nach Deutschland fuhr.

Später verhöhnte er sogar die deutschen Behörden: »Ich bin immer noch in Europa«.

Sven von Storch

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